Archiv

Artikel Tagged ‘Wechsel’

PKV für Selbständige und Freiberufler

21. Januar 2012 Keine Kommentare
cc by Flickr/ Dave Dugdale

cc by Flickr/ Dave Dugdale

In Deutschland besteht Sozialversicherungspflicht. Diese gilt für alle abhängig Beschäftigten. Alle Selbständigen und Freiberufler, Beamte und Personen deren Einkommen oberhalb der Versicherungspflichtgrenze liegt, unterliegen der Sozialversicherungspflicht nicht. Selbständige und Freiberufler können sich oftmals zu sehr günstigen Tarifen privat versichern lassen.

Für wen lohnt sich der Wechsel?
Der Wechsel lohnt sich vor allem für Selbständige und Freiberufler, da diese in der gesetzlichen Krankenversicherung immer automatisch den Höchstsatz von derzeit 585 Euro monatlich entrichten müssen, ganz gleich wie hoch das reale Einkommen auch ist. Es ist allerdings zu beachten, dass sich die monatlichen Beiträge zur privaten Krankenversicherung nach dem sogenannten Risikoprinzip berechnen, das heißt, dass zur Beitragsberechnung alle Riskofaktoren, wie beispielsweise das Alter, das Geschlecht sowie alle relevanten Vorerkrankungen berücksichtigt werden. Ist der Versicherungsnehmer aber jung und gesund, so erhält er den höheren Komfort einer privaten Krankenversicherung in der Regel zu einem deutlich niedrigeren Beitragssatz als die gesetzliche Krankenversicherung. Zudem stehen verschiedene Wahltarife zur Verfügung, Beitragsrechner im Internet bieten einen ersten Überblick über die Tarife und die möglichen Ersparnisse im Vergleich zur gestzlichen Krankenversicherung.

Für wen lohnt der Wechsel eher nicht?
Da in der gesetzlichen Krankenversicherung Kinder und Ehepartner beitragsfrei mit versichert werden können, lohnt sich der Wechsel für Familien mit vielen Kindern in der Regel nicht, da in der privaten Krankenversicherung alle Mitglieder beitragspflichtig sind. Auch Personen mit erheblichen Vorerkrankungen profitieren von einem Wechsel nicht, da diesen Personen nur der Basistarif angeboten werden kann. Dieser richtet sich ausnahmslos nach dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung und muss sich auch beim Beitrag an diesem orientieren. Ein Wechsel bietet dem Versicherten also keine Vorteile.

Fazit: Für Selbständige und Freiberufler lohnt sich ein Wechsel in die private Krankenversicherung in den meisten Fällen. Nur Personen mit vielen Kindern oder erheblichen Vorerkrankungen profitieren meistens nicht vom Wechsel in die private Krankenversicherung für Selbständige. Bei allen anderen sind Ersparnisse von mehreren Tausend Euro möglich. Darüber hinaus richtet sich der Leistungskatalog der privaten Krankenversicherung nach dem individuell vereinbarten Tarif und bietet dem Versicherten auf diesem Wege einen deutlich höheren Komfort.

Die Krankenversicherung noch in 2011 wechseln?

2. Dezember 2011 Keine Kommentare
Krankenversicherung

Krankenversicherung - flickr/katerha

Gegen Ende des Jahres wird es wieder spannend: Erhebt die gesetzliche Krankenkasse einen Zusatzbeitrag bzw. erhöht sie den schon vorhandenen oder verzichtet sie darauf? Wenn ja, dann gibt es ein paar Tipps zur Krankenversicherung. Falls die Krankenversicherung ihre Versicherten zur Kasse bittet, haben diese ein Sonderkündigungsrecht. Doch für jeden Versicherten stellt sich die Frage, ob sich ein Wechsel der Krankenkasse für ihn überhaupt lohnt. Denn ein vermeintlicher finanzieller Vorteil kann versicherungstechnische Nachteile mit sich ziehen. Deshalb gilt es eine Reihe von Punkten zu beachten.

 

Versicherte, die sich gerade in einer laufenden Behandlung befinden, wie z.B. eine kostspielige Kieferprothesenanfertigung oder eine langwierige Psychotherapie, müssen berücksichtigen, dass die neue Krankenversicherung die Notwendigkeit der Maßnahme eventuell überprüfen wird. Und die Übernahme der Kosten gegebenenfalls ganz oder teilweise ablehnt. Auch bei der Zuordnung zu einer Pflegestufe hat die neue Krankenversicherung das Recht, den Versicherten durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) überprüfen und ihn möglicherweise in eine ungünstigere Stufe einordnen zu lassen.

Für die Versicherten ist diese Situation natürlich mit erheblichem Druck verbunden, zumal sie kaum eine Möglichkeit haben, schon im Vorfeld abzuchecken, ob die neue Versicherung einer laufenden Behandlung positiv gegenübersteht. Deshalb sollte jeder Versicherte genau überprüfen, wie wichtig ihm eine laufende Behandlungen ist, und ob er durch einen vorschnellen Wechsel der Krankenkasse einen möglichen Behandlungsabbruch riskieren will.

Wenn ein Sonderkündigungsrecht vorliegt, ist ein Wechsel der Kasse ist ziemlich unkompliziert. Es muss nicht einmal die sonst vorgeschriebene 18-monatige Mindestmitgliedschaft erfüllt werden. Die Kündigung sollte natürlich per Einschreiben erfolgen und die Krankenversicherung muss innerhalb von zwei Wochen eine Kündigungsbestätigung schicken. Der Versicherte reicht diese Bestätigung seiner neuen Krankenversicherung ein. Dabei braucht er nicht zu befürchten, dass er etwa aufgrund einer bestehenden Vorerkrankung abgelehnt wird. Es ist den gesetzlichen Krankenkassen nämlich zwingend vorgeschrieben, jeden Versicherten aufzunehmen.

Beitragserhöhung bei der privaten Krankenversicherung

1. Dezember 2011 Keine Kommentare

cc by flickr/ tuev_sued2

Versicherte der privaten Krankenversicherung blicken derzeit auf die Meldungen ihrer Krankenversicherung zu Beitragserhöhungen für das Jahr 2012. Anders als bei der gesetzlichen Krankenversicherung werden die Beiträge für die private Krankenversicherung nicht einkommensabhängig berechnet, sondern anhand von Faktoren wie Alter, Geschlecht und Gesundheitszustand des Versicherten.

Daraus ergibt sich eine individuelle Beitragshöhe, die den durchschnittlich zu erwartenden Kosten für Behandlungen plus den sogenannten Altersrückstellungen entspricht. Die Beiträge werden jedes Jahr überprüft. Wenn die Beiträge dabei nicht die tatsächlichen Kosten decken können, werden sie nach oben angepasst.

In diesem Jahr müssen Versicherte dabei teilweise sehr starke Erhöhungen in Kauf nehmen. Gerade für ältere Versicherte sind bei einzelnen Krankenversicherern Beitragserhöhungen von bis zu 40 Prozent vorgesehen.

Angesichts dieser Zahlen zögern viele Menschen, die die Möglichkeit hätten, in die private Krankenversicherung zu wechseln, mit diesem Schritt. Tatsächlich muss genau kalkuliert werden, ob sich der Wechsel lohnt. Doch gerade junge Berufstätige mit einem hohen Einkommen können von der privaten Krankenversicherung profitieren. Sie bietet in der Regel mehr Leistungen als die gesetzliche Krankenversicherung und wer bereits in jungen Jahren in die private Krankenversicherung eintritt, zahlt über einen langen Zeitraum Altersrückstellungen, so dass diese nicht zu hoch ausfallen und die Beitragsentwicklung im Alter für den Versicherten positiv beeinflusst werden kann.

Wer allerdings schon etwas älter, bzw. wessen Einkommen nicht sehr hoch ist, sollte vor dem Wechsel in die private Krankenversicherung die Beratung durch einen unabhängigen Versicherungsexperten in Anspruch nehmen. So lässt sich berechnen, inwiefern der Wechsel lohnt, oder ob dieser zu einer zu hohen finanziellen Belastung führen könnte.