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Artikel Tagged ‘Stiftung Warentest’

Fusionen von Krankenkassen: Kartellamt hat nichts zu sagen

28. November 2011 Keine Kommentare

cc by flickr/ heipei

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So manche Beobachter sehen schon seit längerem die aktuelle Entwicklung bei den gesetzlichen Krankenkassen mit Sorge. Vor gut zehn Jahren, gab es noch um die 400 Krankenkassen. Inzwischen sind es dank etlichen Fusionen nur noch rund 150. Ein Ende der Zusammenschlüsse ist nicht in Sicht. Die Fusionen sollen dabei helfen, die Kosten im Gesundheitswesen zu senken. Das Kartellamt vermutet dahinter jedoch Verstöße gegen das Wettbewerbsrecht und appelliert seit längerem an die Politik dort einzugreifen.

Die Stiftung Warentest weist aktuell jedoch darauf hin, dass das Bundeskartellamt laut eines Urteils des Landessozialgerichts Hessen, bei Fusionen von Krankenkassen nicht eingreifen darf. Ähnliches gilt auch bei der Einführung von Zusatzbeiträgen, wo das Kartellamt illegale Preisabsprachen vermutet.

Die Richter begründeten ihr Urteil damit, dass die Arbeit der Kassen rein sozialer Natur sei. Man sei aufgrund der Solidargemeinschaft dazu verpflichtet über finanzielle Ausgleiche zu sprechen. Zudem sei das Bundesversicherungsamt bereits als staatliche Aufsicht für die gesetzlichen Krankenkassen zuständig, die ein Selbstverwaltungsrecht hätten.

Stiftung Warentest: Tipps zum Wechsel der privaten Krankenversicherung

28. Februar 2011 Keine Kommentare
cc by flickr/ mateoutah

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Ob man nun von der gesetzlichen zur privaten Krankenversicherung oder einfach innerhalb des Systems zu einem anderen Anbieter der privaten Krankenversicherung wechseln möchte, bestimmte Punkte sollte man bereits im Vorfeld beachten. Was dabei besonders wichtig ist, verrät die Stiftung Warentest in der aktuellen Ausgabe ihrer Verbraucherzeitschrift „Finanztest“.

Zum einen sollte man bedenken, dass bei der privaten im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung alle Familienmitglieder einzeln versichert werden mĂĽssen. Eine Familienversicherung, bei der Kinder oder auch unter bestimmten Voraussetzungen der Ehepartner kostenlos mitversichert sind, gibt es hier nicht. Besonders bei Familien mit mehreren Kindern kann dieser Umstand schnell zu einer Kostenfalle werden.

Desweiteren berechnet die private Krankenversicherung die Beiträge anhand des Alters und des Gesundheitszustands. Es kommen also in den meisten Fällen erneut Gesundheitsfragen auf einen zu. Ist die eigene Gesundheit nicht optimal drohen Prämienaufschläge, die schnell teuer werden können. Im ungünstigsten Fall kann man sogar abgelehnt werden. Die erwähnten Aufschläge sind nicht bei allen Anbietern gleich, weshalb ein Vergleich im Internet sehr sinnvoll ist.

Jeder, der einen Wechsel anstrebt, muss außerdem die Beitragsentwicklung der Anbieter im Auge haben, denn nur wenige können mit Beitragsstabilität punkten. Hierfür empfehlen sich Rating-Agenturen wie map-Report oder Assekurata.

Ombudsmann: Streitfälle um private Krankenversicherung auf Rekordwert

10. Januar 2011 Keine Kommentare
cc by flickr/ ernstl

cc by flickr/ ernstl

Immer häufiger werben in letzter Zeit private Krankenversicherungen damit eine günstige Alternative zur gesetzlichen Krankenkasse zu sein. Aufgrund der gestiegenen Kosten in der gesetzlichen Krankenversicherung haben viele Kunden nun auch noch von ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch gemacht und sind in die private Krankenversicherung gewechselt.

Leider kommt es immer wieder vor, dass sich viele vor einem Wechsel nicht ausreichend informieren. So hat die private Krankenversicherung aktuell mit ähnlichen Problemen wie die gesetzliche zu kämpfen.

Im Jahr 2010 erreichte die Anzahl der Streitfälle beim Ombusmann der privaten Krankenversicherungen einen Rekordwert. Über 6.000 Fälle wurden gemeldet. Dabei drehten sich die meisten Beschwerden um Sparmaßnahmen der privaten Krankenversicherungen. Für viele Leistungen, die früher noch übernommen wurden, wird nun nicht mehr gezahlt.

Auch Mitarbeiter werden in diesem Zuge nicht selten reduziert, weshalb das noch vorhandene Personal mit der Verwaltung überlastet ist. Anträge werden daher erst spät bearbeitet und Versicherte müssen häufig lange auf ihre Kostenerstattung warten.

Der Ombudsmann rügt außerdem einige Versicherungsvermittler, die ihren Kunden Verträge als unverbindliche Angebote verkaufen oder zu früh zu einem Wechsel raten ohne die zukünftigen Kosten zu kennen. Bei einem Wechsel in die private Krankenversicherung ist es also wichtiger denn je, Angebote genau zu vergleichen und sich Rat bei zum Beispiel der Stiftung Warentest einzuholen.

Stiftung Warentest: Vergleich von Krankenzusatzversicherungen lohnt sich

15. November 2010 Keine Kommentare
cc by flickr/ svensonsan

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Nicht selten haben privat Versicherte gegenüber gesetzlich Versicherten gewisse Vorteile. Gesetzlich Versicherte müssen häufig länger auf Termine warten und sind zum Beispiel bei der Arztwahl im Krankenhaus nicht wirklich frei. Jedoch müssen sich Kassenpatienten nicht zwangsläufig damit abfinden. Durch Krankenzusatzversicherungen haben sie die Möglichkeit auf erweiterte und meist bessere Leistungen.

Zu diesem Zweck hat sich die Stiftung Warentest einige Angebote der Zusatzversicherungen genau angesehen und dabei erhebliche Unterschiede festgestellt. Verglichen wurden Preis, Leistung und der Service der Anbieter. Generell gibt es Bestandteile, die jede Police enthält, jedoch vor allem im Leistungskatalog unterscheiden sich die Angebote.

Dabei gilt nicht unbedingt, je teurer die Versicherung, desto besser die Leistungen. Die Tester konnten durchaus gĂĽnstige Tarife mit umfangreichen Leistungen finden. Dabei lassen sich laut Stiftung Warentest zum Teil bis zu 30% sparen. Vergleichen lohnt sich hier also allemal! Schlecht schnitt bei fast allen Versicherern der Service ab. Die Kunden werden oft nur standardisiert beraten und es wird zu wenig auf individuelle BedĂĽrfnisse und Situationen eingegangen.

Wer eine Krankenzusatzversicherung abschließen möchte, sollte also sich im Vorfeld selbst genau informieren und abwägen, welche Leistungen man persönlich wirklich braucht. Online kann man die Angebote inzwischen ganz leicht vergleichen.

Stiftung Warentest nimmt Krankenkassentarife mit Selbstbehalt unter die Lupe

18. Oktober 2010 Keine Kommentare

Fast alle Krankenkassen bieten inzwischen neben den herkömmlichen Tarifen auch welche mit Selbstbehalt an. Dabei erhält man pro Jahr eine gewisse Prämie, trägt dafür jedoch einen bestimmten Teil der Behandlungskosten beim Arzt selbst. Wer also in dem entsprechenden Jahr nicht zum Arzt muss, erhält einen Teil seiner Beiträge zurück. Diese Prämie vermindert sich je häufiger man zum Arzt muss, ausgenommen sind Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen. An diesen Wahltarif ist man in der Regel drei Jahre lang gebunden.

Die Stiftung Warentest hat sich 25 dieser Krankenkassentarife mit Selbstbehalt näher angesehen und rät den meisten Versicherten davon ab. Vor allem für Familien und Menschen, die regelmäßig zum Arzt müssen, lohnen sich die Tarife nicht. Zudem weiß man nie, ob man nicht in den kommenden drei Jahren schwerer erkrankt oder eben nicht. Die Kosten und der Nutzen sind daher nicht vorauszusehen.

Es kann sein, dass man in den drei Jahren über 1.000 Euro von der Krankenkasse zurückbekommt, wird man jedoch krank schmälert sich die Prämie und der Selbstbehalt für die Behandlungen wird größer. In diesem Fall kann es sogar zu einem Verlustgeschäft führen. In diesem Zusammenhang fürchten die Experten auch, dass manche nicht zum Arzt gehen, obwohl sie es müssten, da sie sich die Kosten sparen möchten und auf ihre volle Prämie hoffen. Wer sich genau über solche Wahltarife mit Selbstbehalt informieren möchte, kann dies auf der Seite der Stiftung Warentest tun.