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Wechsel von der gesetzlichen zur privaten Krankenversicherung

21. Februar 2013 Keine Kommentare

cc by flickr/ tuev_sued2

Der Wechsel von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in eine private Krankenversicherung (PKV) kann im Hinblick auf günstigere Beiträge und umfangreichere Leistungen sehr sinnvoll sein, ist aber nur unter bestimmten Bedingungen möglich.
Die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland, zum Beispiel die AOK (Allgemeine Ortskrankenkassen) oder die BKK VBU (Betriebskrankenkasse Verkehrsbau- Union) richten ihre Beiträge nach dem Bruttoeinkommen des Versicherten, bei der PKV werden die Beiträge hingegen nach Lebensalter und möglichen Vorerkrankungen berechnet.

Um Mitglied einer PKV zu werden, muss das jährliche Einkommen bei Angestellten und Arbeitnehmern oberhalb der Jahresentgeldgrenze von 52.200 € (Stand 2013) liegen. Ist das der Fall, können sie sich entscheiden, ob sie freiwilliges Mitglied ihrer GKV bleiben oder in eine private Versicherung wechseln möchten. Für Selbstständige, Freiberufler und Beamte ist ein Wechsel ohne Weiteres möglich.

Während sich ein solcher Schritt für Arbeitnehmer grundsätzlich lohnt, sollten Selbstständige vorher prüfen, ob der Wechsel zur PKV sinnvoll ist, vor allem da eine Rückkehr in die GKV meist nur schwer möglich ist und engen gesetzlichen Regelungen unterliegt.
Durch steigende Beiträge kann es passieren, dass man irgendwann nicht mehr in der Lage ist, die Versicherung zu finanzieren. Die Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung ist für Arbeitnehmer aber nur möglich, wenn das Einkommen dauerhaft gesunken ist und der Versicherte die Altersgrenze von 55 Jahren noch nicht überschritten hat. Selbstständige können zur GKV zurückkehren, wenn sie sich arbeitslos melden, unter 55 Jahre alt sind und Anspruch auf Arbeitslosengeld I haben.
Für Familien lohnt sich der Wechsel zur PKV nicht, da alle Familienmitglieder einzeln versichert werden müssen, wohingegen Minderjährige und Mitglieder ohne eigenes Einkommen bei der GKV beitragsfrei mitversichert sind. Auf
Versicherungo zum Beispiel findet man unter der Rubrik “Personenversicherung” hilfreiche Informationen und Tipps rund um die verschiedenen Arten der Krankenversicherung und den Wechsel der Krankenkasse.

PKV für Selbständige und Freiberufler

21. Januar 2012 Keine Kommentare
cc by Flickr/ Dave Dugdale

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In Deutschland besteht Sozialversicherungspflicht. Diese gilt für alle abhängig Beschäftigten. Alle Selbständigen und Freiberufler, Beamte und Personen deren Einkommen oberhalb der Versicherungspflichtgrenze liegt, unterliegen der Sozialversicherungspflicht nicht. Selbständige und Freiberufler können sich oftmals zu sehr günstigen Tarifen privat versichern lassen.

Für wen lohnt sich der Wechsel?
Der Wechsel lohnt sich vor allem für Selbständige und Freiberufler, da diese in der gesetzlichen Krankenversicherung immer automatisch den Höchstsatz von derzeit 585 Euro monatlich entrichten müssen, ganz gleich wie hoch das reale Einkommen auch ist. Es ist allerdings zu beachten, dass sich die monatlichen Beiträge zur privaten Krankenversicherung nach dem sogenannten Risikoprinzip berechnen, das heißt, dass zur Beitragsberechnung alle Riskofaktoren, wie beispielsweise das Alter, das Geschlecht sowie alle relevanten Vorerkrankungen berücksichtigt werden. Ist der Versicherungsnehmer aber jung und gesund, so erhält er den höheren Komfort einer privaten Krankenversicherung in der Regel zu einem deutlich niedrigeren Beitragssatz als die gesetzliche Krankenversicherung. Zudem stehen verschiedene Wahltarife zur Verfügung, Beitragsrechner im Internet bieten einen ersten Überblick über die Tarife und die möglichen Ersparnisse im Vergleich zur gestzlichen Krankenversicherung.

Für wen lohnt der Wechsel eher nicht?
Da in der gesetzlichen Krankenversicherung Kinder und Ehepartner beitragsfrei mit versichert werden können, lohnt sich der Wechsel für Familien mit vielen Kindern in der Regel nicht, da in der privaten Krankenversicherung alle Mitglieder beitragspflichtig sind. Auch Personen mit erheblichen Vorerkrankungen profitieren von einem Wechsel nicht, da diesen Personen nur der Basistarif angeboten werden kann. Dieser richtet sich ausnahmslos nach dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung und muss sich auch beim Beitrag an diesem orientieren. Ein Wechsel bietet dem Versicherten also keine Vorteile.

Fazit: Für Selbständige und Freiberufler lohnt sich ein Wechsel in die private Krankenversicherung in den meisten Fällen. Nur Personen mit vielen Kindern oder erheblichen Vorerkrankungen profitieren meistens nicht vom Wechsel in die private Krankenversicherung für Selbständige. Bei allen anderen sind Ersparnisse von mehreren Tausend Euro möglich. Darüber hinaus richtet sich der Leistungskatalog der privaten Krankenversicherung nach dem individuell vereinbarten Tarif und bietet dem Versicherten auf diesem Wege einen deutlich höheren Komfort.

Mindestbeitrag für Selbstständige in der gesetzlichen Krankenversicherung

2. August 2010 Keine Kommentare

Bei der gesetzlichen Krankenversicherung hat sich einiges getan und der Prozess ist bekanntlich noch lange nicht beendet. Für die meisten ist dies im Grunde mit steigenden Kosten verbunden. So werden auch einige gering verdienende Selbstständige, die sich aktuell oder in den letzten Monaten freiwillig versichert haben, ganz schöne Augen gemacht haben.

Was häufig nicht erwähnt wird, ist, dass in der gesetzlichen Krankenversicherung ein ziemlich hoher Mindestbeitrag eingeführt wurde, der es vielen Selbstständigen, die zum Beispiel am Anfang ihrer beruflichen Laufbahn stehen, besonders schwer macht:

Versichert man sich freiwillig gehen viele davon aus, dass die einfach den aktuellen Prozentsatz komplett zahlen müssen. Dies gilt jedoch erst ab einem Einkommen ab 1.890 Euro monatlich! Demjenigen, der weniger verdient, wird aber trotzdem unterstellt, er würde diesen Betrag verdienen und muss dementsprechend zahlen. Dies bedeutet monatlich rund 300 Euro. Für alle, die mit ihrer selbstständigen Tätigkeit zum Beispiel lediglich 600 oder 700 Euro verdienen eine ganz schöne Bürde!