Archiv

Artikel Tagged ‘Schwangerschaft’

Ern√§hrungstipps f√ľr Schwangere

21. April 2012 Keine Kommentare
cc by wikimedia/ Eric Ward

cc by wikimedia/ Eric Ward

Durch die Schwangerschaft ver√§ndern sich einige biochemische Prozesse im K√∂rper der Frau. Daher sollten Frauen f√ľr eine sichere Schwangerschaft zum Wohl des ungeborenen Kindes nicht nur auf Alkohol und andere Suchtmittel wie Zigaretten und Kaffee verzichten, sondern auch ihre Ern√§hrung gegebenenfalls umstellen.
Da beispielsweise die Insulinproduktion vor allem in den ersten 3 Monaten deutlich erh√∂ht ist, kann es leicht zu einer Schwangerschaftsdiabetes kommen. Dies kann durch eine ausreichende Aufnahme von Kohlenhydraten vermieden werden. Um Verdauungsst√∂rungen hierbei zu verhindern, empfiehlt es sich, mehrere kleiner Mahlzeiten am Tag zu sich zu nehmen. Jedoch sollte darauf geachtet werden, dass, obwohl die Schwangere f√ľr zwei ist, der Bedarf an Kalorien nun geringf√ľgig ansteigt.

Des Weiteren erfolgt eine gesteigerte Aussch√ľttung des Schwangerschaftshormon Progesteron, was eine verringerte Muskelspannung im Darm zur Folge hat. Dadurch kommt es h√§ufig zu Verstopfung. Um diese zu l√∂sen, sollen Schwangere nicht sofort zu abf√ľhrenden Mitteln greifen, sondern beispielsweise vermehrt ballaststoffreiche Nahrungsmittel wie Obst, Gem√ľse – insbesondere rote Beete – und Vollkornprodukte zu sich nehmen. Au√üerdem helfen auch eine ausreichenden Fl√ľssigkeitsaufnahme und viel Bewegung sowie Magnesiumpr√§parate.
Zu dem ben√∂tigt insbesondere der F√∂tus f√ľr den Aufbau der K√∂rpersubstanz viel Eiwei√ü. Ob dies aus pflanzlichen oder tierischen Produkten bezogen wird ist grunds√§tzlich egal, allerdings sollten Schwangere unter keinen Umst√§nden roh verarbeitetes Ei, ungegarten Fisch oder nicht durchgebratenes Fleisch verzehren, da die Gefahr einer Lebensmittelinfektion besteht.
Bei Schwangeren tritt gelegentlich auch ein Jodmangel auf, der sp√§ter bei Neugeborenen zu Entwicklungsst√∂rungen f√ľhren kann. Mit Nahrungsmitteln wie Fisch, Ananas, Rosinen und jodhaltigem Salz kann dem entgegengewirkt werden. Eine Eisenmangelan√§mie ist ebenfalls keine Seltenheit, da sich durch den F√∂tus mehr rote Blutk√∂rperchen im K√∂rper der Frau befinden. Daher m√ľssen Schwangere statt 15 mg t√§glich 30 zu sich nehmen. Insbesondere Vegetarierinnen – deren fleischfreie Ern√§hrung grunds√§tzlich keine Probleme darstellt – sollten daher viel Hirse, Linsen und Vollkornprodukte in Kombination mit Vitamin C verzehren. Zur Not k√∂nnen Eisenpr√§parate besorgen werden.

Schwangerschaftsdiabetes: GKV soll f√ľr Test aufkommen

2. Januar 2012 Keine Kommentare
cc by flickr/ Public Domain Photos

cc by flickr/ Public Domain Photos

Schwangerschaftsdiabetes ist ein gro√ües Risiko vor allem f√ľr das ungeborene Kind. Nicht selten kommt es dadurch zu Komplikationen bei der Geburt. Schon vorher kann es zu einer Mangelversorgung des Embryos kommen und sp√§ter zu einer Unterzuckerung des Babys. Ein Test auf Schwangerschaftsdiabetes ist also sehr sinnvoll. Der Gemeinsame Bundesausschuss hat nun beschlossen, dass die gesetzliche Krankenversicherung die Kosten f√ľr solch einen Test in Zukunft √ľbernehmen soll.

 

Man ist nach eigenen Angaben davon √ľberzeugt, dass solch ein Routinetest einen positiven Effekt haben wird. Experten gehen davon aus, dass bei 90 Prozent der betroffenen Frauen eine Ern√§hrungsumstellung und in seltenen F√§llen eine entsprechende Therapie die Blutzuckerwerte normalisieren k√∂nnen.

Die aktuellen Pl√§ne sehen zwei Tests vor: Zum einen ein Vortest, der √ľber die allgemeine Wahrscheinlichkeit an Schwangerschaftsdiabetes zur erkranken Auskunft geben soll. Der zweite wird dann im sechsten oder siebten Monat der Schwangerschaft durchgef√ľhrt. Der Gemeine Bundesausschuss hat zudem ein entsprechendes Merkblatt erarbeitet.