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Artikel Tagged ‘Regierung’

Gesetzliche Krankenversicherung: Streit um ├ťbersch├╝sse geht weiter

12. M├Ąrz 2012 Keine Kommentare
cc by flickr/ Images_of_Money

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Wir haben hier bereits einige Male ├╝ber die hohen ├ťbersch├╝sse der gesetzlichen Krankenversicherungen aus dem vergangenen Jahr berichtet. Nach aktuellen Zahlen belaufen sich diese auf 19,5 Milliarden Euro. Kassen und auch Regierung streiten sich nun um die Verwendung.

Wie bereits berichtet w├╝rden die meisten Kassen das Geld sozusagen f├╝r schlechte Zeiten aufbewahren. Das sieht die Politik ganz anders und nutzt diese Gelegenheit offenbar dazu, selbst etwas f├╝r das eigene Image zu tun. Man solle doch den B├╝rgern einen Teil zur├╝ckgeben. So streiten sich die Union und die FDP darum, ob denn nun vielleicht die Praxisgeb├╝hr abgeschafft werden k├Ânnte oder die Beitr├Ąge gesenkt werden.

Wir Versicherten h├Ątten aktuell sicherlich nichts gegen solche Schritte, jedoch muss man auf der anderen Seite sicherlich auch bedenken, dass unser Gesundheitssystem immer noch marode ist. Mir pers├Ânlich ist wohler, wenn ich wei├č, dass meine Krankenversicherung Behandlungskosten auch noch decken kann, selbst wenn die wirtschaftliche Lage weiter schlechter wird…

Arztrechnungen bald online einsehen?

14. November 2011 Keine Kommentare

cc by flickr/ matze_ott

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Wenn wir zum Arzt gehen, dann k├Ânnen wir als Kunden meist nur schwer ├╝berpr├╝fen, ob der Mediziner richtig abgerechnet hat und was vor allem genau abgerechnet wurde. Obwohl man nat├╝rlich ein Recht hat dies zu erfahren, k├╝mmern sich die wenigsten Versicherten darum bzw. wissen ├╝berhaupt nicht, dass sie die Rechnungen einsehen k├Ânnen.

Die Bundesregierung hat in diesen Tagen laut Medienberichten dar├╝ber beraten wie man die ├Ąrztliche Versorgung verbessern und vor allem f├╝r mehr Transparenz sorgen kann. In diesem Zusammenhang habe man sich darauf geeinigt, dass Versicherte in Zukunft die Arztrechnung online einsehen k├Ânnen.

Dies soll nach aktuellen Pl├Ąnen auf der Homepage der zust├Ąndigen gesetzlichen Krankenversicherung m├Âglich sein. Dabei erhielten Patienten Einblicke dar├╝ber wie viel der Arzt abgerechnet hat und vor allem f├╝r welche Behandlungen und nach welchen Verordnungen. Mal sehen, ob sich diese Pl├Ąne durchsetzen…

Zahnarzt: Behandlungen werden ab 2012 teurer

7. November 2011 Keine Kommentare

cc by flickr/ get directly down

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So manch einer hat bereits in den vergangenen Jahren ├╝ber hohe Zahnarztrechnungen gest├Âhnt. Ab dem kommenden Jahr werden die Behandlungen jedoch noch teurer werden. Der Grund daf├╝r ist die neue Geb├╝hrenordnung f├╝r Zahn├Ąrzte, die vom Bundesrat nun abgesegnet wurde.

Die Geb├╝hrenordnung f├╝r Zahn├Ąrzte regelt die Verg├╝tung von Leistungen, die nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung ├╝bernommen werden, sprich die Kosten, die Patienten aus eigener Tasche bezahlen m├╝ssen. Seit 1988 hat sich diese jedoch vom Inhalt nicht mehr ver├Ąndert, so dass viele neuere Behandlungsmethoden nicht ber├╝cksichtigt wurden. Dies sollte sich mit der Neuerung ├Ąndern.

Dadurch wird das abzurechnende Honorarvolumen um insgesamt sechs Prozent erh├Âht. Patienten m├╝ssen also tiefer in die Tasche f├╝r viele Behandlungen greifen. Wer hier als gesetzlich Versicherter vorsorgen m├Âchte, der kann eine Zahnzusatzversicherung abschlie├čen, die einen dann bei den Kosten f├╝r solche Behandlungen unterst├╝tzt.

PKV: Streit um Deckelung von Vermittlerprovisionen

31. Oktober 2011 Keine Kommentare
cc by flickr/ Images_of_Money

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Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass die Bundesregierung ab kommenden April die Provisionen f├╝r Versicherungsvermittler deckeln m├Âchte und zudem ihre Stornohaftung erweitern. W├Ąhrend Verbrauchersch├╝tzer und die Versicherten selbst diesen Schritt begr├╝├čen, regt sich Widerstand bei den Versicherungskaufleuten.

So k├╝ndigte nun der Bundesverband der Deutschen Versicherungskaufleute (BVK) an, dass man, falls die geplante Regelung im kommenden Jahr in Kraft trete, man sich wehren und Klage einreichen werde. Die ganze Branche w├╝rde dadurch diskriminiert. Nat├╝rlich gebe es auch hier ein paar schwarze Schafe, jedoch gelte dies nicht f├╝r alle Versicherungsmakler.

Die aktuellen Pl├Ąne der Bundesregierung sehen vor, dass die Provisionen der Versicherunsgvermittler von bisher 18 auf maximal neun Monatsbeitr├Ąge gek├╝rzt werden. Zudem soll die Stornohaftung auf f├╝nf Jahre ausgedehnt werden. So m├Âchte man verhindern, dass die Makler ihren Kunden um extra Provisionen zu kassieren fr├╝her als eigentlich n├Âtig zu einem Versicherungswechsel raten.

F├╝r die Versicherten h├Ątte die Regelung unter anderem den Vorteil, dass die Krankenversicherer nicht so viel Geld f├╝r die Vermittlung aufwenden m├╝ssten. Dieses Geld k├Ânnte dann f├╝r andere Zwecke eingesetzt werden.

Private Krankenversicherung: Einkommensgrenzen steigen 2012

26. September 2011 Keine Kommentare
cc by flickr/ Public Domain Photos

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Vor einigen Tagen hat das Bundessozialministerium den ersten Entwurf f├╝r die Einkommensgrenzen in der Krankenversicherung f├╝r das kommenden Jahr vorgelegt. Medienberichten zufolge sollen diese 2012 steigen. Dies bedeutet, dass der Wechsel in die private Krankenversicherung erschwert wird. Zudem m├╝ssten Besserverdiener in der gesetzlichen Krankenversicherung tiefer in die Tasche greifen.

Die Beitragsbemessungsgrenze soll 2012 offenbar von derzeit monatlich 3.712,50 Euro auf 3.825,00 Euro ansteigen. Auf das Jahr gerechnet w├╝rde dies f├╝r das kommende Jahr einen Wert von 45.900 Euro ergeben. Dieser hat auf den Wechsel in die private Krankenversicherung noch keinen direkten Einfluss, er bedeutet vor allem, dass der H├Âchstbetrag zur gesetzlichen Krankenversicherung von rund 575,44 Euro auf 592,99 Euro steigt. Gut verdienende Selbstst├Ąndige m├╝ssen diese rund 17 Euro alleine tragen, f├╝r besserverdienende Arbeitnehmer hei├čt dies eine Erh├Âhung von rund neun Euro.

Wichtig f├╝r den Wechsel in die private Krankenversicherung ist die Versicherungspflichtgrenze. Auch diese wird 2012 steigen und zwar von aktuell 49.500 Euro auf 50.850 Euro j├Ąrhlich. Der Zugang zur privaten Krankenversicherung wird damit erschwert. Wer plant in die private Krankenversicherung zu wechseln, sollte dies also noch in diesem Jahr tun, sofern dies m├Âglich ist.