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Artikel Tagged ‘Gerüchte’

Gesetzliche Krankenkassen: Überschüsse höher als gedacht

5. März 2012 Keine Kommentare
cc by flickr/ Public Domain Photos

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Wir hatten an dieser Stelle bereits darüber berichtet, dass sich die gesetzlichen Krankenkassen für das Jahr 2011 über ein sattes Plus freuen können. Medienberichten zufolge sollen diese Überschüsse nun noch höher ausfallen als erwartet. Dies heizt nun natürlich neue Debatten über mögliche Ausschüttungen an die Versicherten an.

Angeblich haben die Techniker Krankenkasse, die DAK und die Barmer GEK einen Überschuss von 1,8 Milliarden Euro verzeichnet, was rund 100 Millionen mehr als im dritten Quartal 2011 wären. Bei der AOK ist die Rede von einem Plus in Höhe von 1,2 bis 1,3 Milliarden Euro und bei der KKH-Allianz von 140 Millionen Euro.

Experten gehen davon aus, dass die Kassen Rücklagen in Höhe von circa 9 Milliarden Euro gebildet haben. Für das Jahr 2010 lag der Wert noch bei gut 6 Milliarden Euro. Als ein Hauptgrund wird dabei genannt, dass die Ausgaben der Krankenkassen im vergangenen Jahr geringer ausfielen als bisher gedacht.

Nun werden erneut Stimmen aus der Politik laut, dass man doch die Versicherten durch Ausschüttungen an den Überschüssen beteiligen könnte. Die Kassen lehnen jedoch diese Einmischung der Politik ab und wollen selbst individuell entscheiden. Zudem sei die finanzielle Lage immer noch ungewiss, so dass das Bilden von höheren Rücklagen sinnvoller sei. Das letzte Wort ist dabei sicherlich noch nicht gesprochen, denn bisher liegen immer noch keine konkreten Zahlen für 2011 vor.

Private Krankenversicherung: Bald mit Nichtzahler-Tarif?

6. Februar 2012 Keine Kommentare
cc by flickr/ Images_of_Money

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In Deutschland können sich immer mehr Menschen ihre Krankenversicherung nicht mehr leisten. Dies geht, wie bereits häufiger berichtet, sowohl zu Lasten aller Versicherten, als auch der Versicherer. Sowohl die privaten als auch die gesetzlichen Krankenversicherungen haben alleine aufgrund von säumigen Zahlern jährlich mit Milliarden-Verlusten zu kämpfen.

Kann man seinen Tarif nicht mehr bezahlen, muss die Versicherung jedoch trotzdem leisten. Dies ist für den Versicherer teuer, aber auch für alle anderen Versicherten, denn zwangsläufig steigen so die Beiträge. Vor allem die privaten Krankenversicherer haben sich diesen Zustand jedoch auch zum Teil selbst zuzuschreiben, denn jahrelang haben sie Kunden mit vermeintlichen Billigangeboten gelockt, die dann schnell teurer wurden.

Um dies zu verhindern denken die privaten Krankenversicherer aktuell darüber nach, neben der Gesundheitsprüfung auch die Bonität und zukünftige Zahlungsfähigkeit neuer Kunden zu prüfen. Zudem wird laut über einen speziellen Nichtzahler-Tarif nachgedacht. Der alte Tarif würde dabei bis wieder Zahlungen eingehen, lahm gelegt. Der Betroffene zahle nur noch 100 Euro im Monat, erhalte dafür dann aber nur eine Minimalversorgung in Notfällen.

Bundesversicherungsamt: Beitragssenkungen in gesetzlicher Krankenkasse nicht möglich

4. Juli 2011 Keine Kommentare
cc by flickr/ Images_of_Money

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In den Medien hörte man in letzter Zeit immer wieder, dass der Gesundheitsfonds in diesem Jahr über eine Reserve von 6,9 Milliarden Euro verfügen wird. Schon preschten so manche vor und forderten Beitragssenkungen bei den gesetzlichen Krankenversicherungen. Doch diese Überlegungen sind wohl mehr als voreilig wie auch das Bundesversicherungsamt jüngst betont.

Fünf Milliarden Euro seien bereits verplant, wovon zwei Milliarden für die Härtefallregelung bei Zusatzbeiträgen gebraucht werden. Die anderen drei Milliarden aus diesem Betrag seien die Rücklagen, zu denen man gesetzlich verpflichtet sei. Zudem habe man im Gesundheitsfonds, der vom Bundesversicherungsamt verwaltet wird, immer noch ein Defizit von gut 2,5 Milliarden Euro, was man auch abbauen wolle.

Gleichzeitig wies man auch darauf hin, dass manche Krankenkassen am falschen Ende sparen würden. In diesem Jahr werden gleichzeitig weitere Kassenfusionen erwartet, allein acht Zusammenschlüsse sind aktuell offiziell in Planung. In der jetzigen Situation Beitragssenkungen zu fordern, schießt wohl mehr als an der Realität vorbei.