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Private Krankenversicherung: Sparen durch Tarifwechsel

20. Februar 2012 Keine Kommentare
cc by flickr/ heipei

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So manch einer hat in diesem Jahr sicherlich über die Erhöhung der Beiträge seiner privaten Krankenversicherung gestöhnt. Wer in diesem Bereich sparen möchte, muss jedoch nicht gleich einen umständlichen Anbieterwechsel vornehmen, sondern hat die Möglichkeit bei seinem bisherigen Anbieter in einen günstigeren Tarif zu wechseln. Laut der Zeitschrift „Finanztest“ besteht dabei ein Sparpotential von 100 bis 500 Euro im Monat!

Bereits seit Mitte der 1990er Jahre ist solch ein Wechsel rechtlich ohne Probleme möglich, jedoch wollen laut den Verbraucherschützern einige Anbieter dies am liebsten verhindern und stellen sich beim ersten Anlauf der Kunden leider oft quer.

Die Experten raten den Versicherten jedoch hart zu bleiben und auf einen Wechsel zu bestehen. Dabei können sie sich schriftlich auf das Tarifwechselrecht nach § 204 Versicherungsvertragsgesetz berufen. Zur Not sei zudem eine Beschwerde bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht möglich.

Eine Gesundheitsprüfung für den Wechsel in einen neuen Tarif ist laut den Verbraucherschützern nicht nötig. Nur, wenn der neue Tarif neue Leistungen mit sich bringt, ist eine Gesundheitsprüfung erlaubt. Den Wechsel in einen günstigeren Tarif mit gleichen Leistungen sollten sich also alle privat Versicherten überlegen und sich genau informieren, denn zum Glück stellen sich natürlich nicht alle Anbieter quer.

Streit um Überschüsse der Krankenkassen

13. Februar 2012 Keine Kommentare
cc by flickr/ Public Domain Photos4

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Wir haben an dieser Stelle bereits darüber berichtet, dass sich die gesetzlichen Krankenversicherungen aktuell über eine gute finanzielle Lage freuen können. Diesen Geldsegen haben viele Kassen auch bitter nötig, denn ihre Situation wurde seit der Einführung des Gesundheitsfonds 2009 immer schwieriger.

Seitdem liegt auch die Festsetzung des einheitlichen Beitragssatzes in den Händen der Politik. Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) machte nun den Vorschlag, dass diese Überschüsse für Beitragsrückerstattungen verwendet werden sollten. Es gebe Prämienmodelle, die auch schon einige Kassen anbieten würden, von denen Versicherte profitieren könnten.

Der Spitzenverband der Kassen lehnt die Rückerstattung an sich nicht ab, jedoch wehrt man sich gegen die zunehmende Einmischung der Politik in die Angelegenheiten der Kassen. Es liege alleine in den Händen der Krankenkassen, was sie mit den Überschüssen machen würden. So müsse jede selbst anhand der eigenen Finanzlage über eine Verwendung entscheiden. Möglich wären natürlich auch Prämienmodelle für Versicherte, aber eben zum Beispiel auch die Abschaffung oder Vermeidung von Zusatzbeiträgen oder das Bilden von Rücklagen für schlechte Zeiten.

Private Krankenversicherung: Bald mit Nichtzahler-Tarif?

6. Februar 2012 Keine Kommentare
cc by flickr/ Images_of_Money

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In Deutschland können sich immer mehr Menschen ihre Krankenversicherung nicht mehr leisten. Dies geht, wie bereits häufiger berichtet, sowohl zu Lasten aller Versicherten, als auch der Versicherer. Sowohl die privaten als auch die gesetzlichen Krankenversicherungen haben alleine aufgrund von säumigen Zahlern jährlich mit Milliarden-Verlusten zu kämpfen.

Kann man seinen Tarif nicht mehr bezahlen, muss die Versicherung jedoch trotzdem leisten. Dies ist für den Versicherer teuer, aber auch für alle anderen Versicherten, denn zwangsläufig steigen so die Beiträge. Vor allem die privaten Krankenversicherer haben sich diesen Zustand jedoch auch zum Teil selbst zuzuschreiben, denn jahrelang haben sie Kunden mit vermeintlichen Billigangeboten gelockt, die dann schnell teurer wurden.

Um dies zu verhindern denken die privaten Krankenversicherer aktuell darüber nach, neben der Gesundheitsprüfung auch die Bonität und zukünftige Zahlungsfähigkeit neuer Kunden zu prüfen. Zudem wird laut über einen speziellen Nichtzahler-Tarif nachgedacht. Der alte Tarif würde dabei bis wieder Zahlungen eingehen, lahm gelegt. Der Betroffene zahle nur noch 100 Euro im Monat, erhalte dafür dann aber nur eine Minimalversorgung in Notfällen.

Private Krankenversicherung: Experten warnen vor Billigangeboten

23. Januar 2012 Keine Kommentare
cc by flickr/ matze_ott

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In den vergangenen Wochen und Monaten wurde ja bereits viel über die sogenannten Billigtarife der privaten Krankenversicherungen diskutiert. Über Jahre wurden Versicherte damit geworben und nun kommt dies nicht nur den Versicherten selbst, sondern auch den Versicherern teuer zu stehen. Es sind unter anderem massive Beitragserhöhungen von Nöten, die beiden Seiten zu schaffen machen. Einige Versicherer haben daher bereits die Billigtarife aus ihrem Angebot genommen.

Doch noch immer gibt es genug von ihnen auf dem Markt, weshalb nun verschiedene Experten noch einmal Verbraucher vor besonders billigen privaten Krankenversicherungen warnen. So manch einer lässt sich von den vermeintlichen Vorteilen der privaten Krankenversicherung, wie ein eventuell größeres Leistungspaket oder kürzere Wartezeiten beim Arzt, locken. Wenn die Beiträge dann noch sehr niedrig erscheinen, freut dies so manch einen um so mehr.

Doch diese Freude kann im Ernstfall schnell getrübt werden. Manche Versicherten merken erst, wenn sie gewisse Leistungen benötigen, dass sie doch nicht das bekommen, was sie erwarten. Zudem schießen die Beiträge in der Regel im Laufe der Jahre immer weiter in die Höhe, dass die vermeintliche Ersparnis vom Anfang schnell zur Belastung werden kann. Grundsätzlich kann man daher sagen, dass die niedrigsten Preise nicht stets eine gute Versicherung bedeuten. Vor einem Abschluss sollte man sich ganz genau informieren und sich eben nicht nur vom Preis alleine locken lassen.

Private Krankenversicherung: Einsteigertarife machen Anbietern zu schaffen

5. Dezember 2011 Keine Kommentare
cc by flickr/ matze_ott

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Wir haben an dieser Stelle bereits mehrfach über das inzwischen doch massive Problem der privaten Krankenversicherer mit den billigen Einsteigertarifen berichtet. Damit haben sie in den letzten Jahren immer mehr Kunden gelockt. Zu Beginn schien das Konzept zwar aufzugehen, doch inzwischen brechen diese Tarife den meisten Unternehmen fast das Genick.

Vor allem junge und gesunde Kunden, die nicht selten selbstständig sind, wurden damit angeworben. Diese können sich so bereits für 150 Euro oder weniger im Monat krankenversichern, bekommen dafür jedoch weniger Leistung als in normalen Tarifen. Für den Zeitraum, in dem die Kunden jung und kerngesund sind und keine Kinder haben, mag sich dies durchaus lohnen, doch auch diese Kunden werden leider älter. So müssen die Beiträge im Laufe der Jahre immer mehr angehoben werden und so manch einer kann sie sich nun nicht mehr leisten. So sitzen die Versicherer auf einem Berg von Kosten und nicht bezahlten Beiträgen.

Nach und nach sehen dies die meisten Unternehmen inzwischen ein und verbannen die Einsteigertarife. Einige wollen sich Medienberichten zufolge sogar ganz aus dem Konzept der privaten Krankenvollversicherung verabschieden und nur noch auf lukrativere Zusatzversicherungen setzen. Dies bringt jedoch all jenen wenig, die durch solche Einsteigertarife gelockt wurden. Ihnen bleibt nur übrig die Erhöhungen zu schultern oder aber zu versuchen in einen anderen Tarif zu wechseln. Diese müssen nicht immer günstiger sein, können sich aber eventuell stabiler gestalten.