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Private Krankenversicherung: Mini-Tarif für säumige Zahler im Gespräch

cc by wikimedia/ Nino Barbieri

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Die Krankenversicherungen haben aktuell ja sehr mit den Kosten zu kämpfen. Doch nicht nur steigende Kosten für Medikamente, Ärzte-Honorare und Co. machen ihnen zu schaffen. Einen großen Teil machen auch Versicherte aus, die ihre Beiträge nicht zahlen.

Die private Krankenversicherung berichtet von Rückständen in Höhe von 209 Millionen Euro, die alleine für das Jahr 2009 nicht gezahlt wurden. Die gesetzlichen Krankenkassen beklagen sogar 630 Millionen Euro zu wenig für 2009.

Das Problem wird noch erhöht, da solche säumigen Zahler nicht einfach gekündigt werden dürfen. Seit April 2007 dürfen gegen Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung keine Kündigungen ausgesprochen werden und seit Januar 2009 müssen Versicherte, die nicht zahlen, bei der privaten Krankenversicherung mindestens im Basistarif weiter versichert bleiben.

Die privaten Krankenversicherer diskutieren daher aktuell ein Modell, das sie flächendeckend einführen wollen. Dabei handelt es sich um einen Mini-Tarif, wie ihn beispielsweise auch schon die HanseMerkur anbietet. Zahlt der Versicherte zwei Monate lang nicht und eine Mahnung bleibt ohne Erfolg, wird er in einen Tarif herabgesetzt, der sogar weniger Leistungen als der Basistarif umfasst. Hier werden nur für einen absoluten Notfall, wie eine lebensnotwendige Behandlung oder eine Geburt, die Behandlungskosten übernommen.

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