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PKV: Anbieter verschärfen Aufnahmebedingungen

cc by flickr/ Public Domain Photos

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In den letzten Wochen haben wir an dieser Stelle bereits mehrfach über die Abschaffung der sogenannten Billigtarife bei einigen privaten Krankenversicherern berichtet. Dem ist aber noch nicht genug, einige Anbieter haben zudem ihre Aufnahmebedingungen verschärft. Für viele Experten ein Schritt, der längst überfällig ist.

In den letzten Jahren lockten die privaten Krankenversicherungen Kunden mit scheinbar günstigen Angeboten. Doch diese erweisen sich in vielen Fällen schnell als Kostenfalle. So können sich immer mehr privat Versicherte die Beiträge nicht leisten und zahlen daher dauerhaft nicht. Seit Januar 2009 können die privaten Krankenversicherer solchen Kunden nicht einfach kündigen und müssen weiterhin für bestimmte Leistungen aufkommen. Dies geht natürlich zu Lasten der Unternehmen und damit auch der Beitragszahler, denn diese müssen die Defizite schließlich zum Teil durch höhere Beiträge ausgleichen.

Verschiedene Anbieter wie die DKV oder die HanseMerkur wollen dem nun einen Riegel vorschieben und achten mehr darauf, wen sie aufnehmen. Bei der DKV müssen Freiberufler und Selbstständige, bei denen die Nichtzahler-Quote am höchsten ist, einen positiven Wert bei arvato infoscore vorweisen. Ist dieser Wert negativ, werden sie automatisch abgelehnt, es sei denn sie können bestimmte Unterlagen vorweisen, die ein anderes Bild vermitteln, wie den aktuellen Steuerbescheid oder den Gewerbe- und Handelsregistereintrag. Angestellte, Beamte oder Ärzte mit einem negativen Scoring-Wert werden hingegen nur dann abgelehnt, wenn weitere negative Faktoren hinzukommen.

Bei der HanseMerkur hingegen müssen Selbstständige beispielsweise nachweisen, dass sie seit mindestens zwei Jahren ihren festen Wohnsitz in Deutschland haben und seitdem auch in der gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung versichert waren. Mal sehen, ob in diesem Bereich auch bald andere Anbieter nachziehen und ihre Bedingungen verschärfen.

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