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Archiv für die Kategorie ‘Private Krankenversicherung (PKV)’

Private Krankenversicherung: Anstieg der Neukunden 2011

27. Februar 2012 Keine Kommentare
cc by wikimedia/ Huji

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Vor einigen Wochen überschlugen sich die Schlagzeilen und berichteten, dass den privaten Krankenversicherungen die Mitglieder „weglaufen“ würden. Dies gründet auf der Tatsache, dass die gesetzlichen Krankenkassen eine gestiegene Nachfrage von bisherigen Privat-Versicherten verzeichneten, die wieder zurück in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln wollten.

Die privaten Krankenversicherer dementierten dies und legen nun Zahlen nach, anhand derer man einen deutlichen Mitglieder-Zuwachs im Jahr 2011 erkennen kann. Im GroĂźen und Ganzen muss man jedoch sagen, dass beide Seiten Recht haben, denn sowohl die Anzahl der Privat-Versicherten ist im vergangenen Jahr gestiegen, aber eben auch die Zahl derjenigen, die die private Krankenversicherung verlassen wollten.

2011 wechselten rund 235.700 Menschen aus der gesetzlichen in die private Krankenversicherung. Umgekehrt entschieden sich 159.400 Menschen fĂĽr einen Wechsel aus der privaten in die gesetzliche Krankenversicherung. Auf beiden Seiten gab es also Zuwachs, wobei die privaten Krankenversicherungen einen Nettozuwachs von 76.300 Mitgliedern verzeichnen kann.

Private Krankenversicherung: Sparen durch Tarifwechsel

20. Februar 2012 Keine Kommentare
cc by flickr/ heipei

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So manch einer hat in diesem Jahr sicherlich über die Erhöhung der Beiträge seiner privaten Krankenversicherung gestöhnt. Wer in diesem Bereich sparen möchte, muss jedoch nicht gleich einen umständlichen Anbieterwechsel vornehmen, sondern hat die Möglichkeit bei seinem bisherigen Anbieter in einen günstigeren Tarif zu wechseln. Laut der Zeitschrift „Finanztest“ besteht dabei ein Sparpotential von 100 bis 500 Euro im Monat!

Bereits seit Mitte der 1990er Jahre ist solch ein Wechsel rechtlich ohne Probleme möglich, jedoch wollen laut den Verbraucherschützern einige Anbieter dies am liebsten verhindern und stellen sich beim ersten Anlauf der Kunden leider oft quer.

Die Experten raten den Versicherten jedoch hart zu bleiben und auf einen Wechsel zu bestehen. Dabei können sie sich schriftlich auf das Tarifwechselrecht nach § 204 Versicherungsvertragsgesetz berufen. Zur Not sei zudem eine Beschwerde bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht möglich.

Eine Gesundheitsprüfung für den Wechsel in einen neuen Tarif ist laut den Verbraucherschützern nicht nötig. Nur, wenn der neue Tarif neue Leistungen mit sich bringt, ist eine Gesundheitsprüfung erlaubt. Den Wechsel in einen günstigeren Tarif mit gleichen Leistungen sollten sich also alle privat Versicherten überlegen und sich genau informieren, denn zum Glück stellen sich natürlich nicht alle Anbieter quer.

Private Krankenversicherung: Bald mit Nichtzahler-Tarif?

6. Februar 2012 Keine Kommentare
cc by flickr/ Images_of_Money

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In Deutschland können sich immer mehr Menschen ihre Krankenversicherung nicht mehr leisten. Dies geht, wie bereits häufiger berichtet, sowohl zu Lasten aller Versicherten, als auch der Versicherer. Sowohl die privaten als auch die gesetzlichen Krankenversicherungen haben alleine aufgrund von säumigen Zahlern jährlich mit Milliarden-Verlusten zu kämpfen.

Kann man seinen Tarif nicht mehr bezahlen, muss die Versicherung jedoch trotzdem leisten. Dies ist für den Versicherer teuer, aber auch für alle anderen Versicherten, denn zwangsläufig steigen so die Beiträge. Vor allem die privaten Krankenversicherer haben sich diesen Zustand jedoch auch zum Teil selbst zuzuschreiben, denn jahrelang haben sie Kunden mit vermeintlichen Billigangeboten gelockt, die dann schnell teurer wurden.

Um dies zu verhindern denken die privaten Krankenversicherer aktuell darüber nach, neben der Gesundheitsprüfung auch die Bonität und zukünftige Zahlungsfähigkeit neuer Kunden zu prüfen. Zudem wird laut über einen speziellen Nichtzahler-Tarif nachgedacht. Der alte Tarif würde dabei bis wieder Zahlungen eingehen, lahm gelegt. Der Betroffene zahle nur noch 100 Euro im Monat, erhalte dafür dann aber nur eine Minimalversorgung in Notfällen.

Private Krankenversicherung: Experten warnen vor Billigangeboten

23. Januar 2012 Keine Kommentare
cc by flickr/ matze_ott

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In den vergangenen Wochen und Monaten wurde ja bereits viel über die sogenannten Billigtarife der privaten Krankenversicherungen diskutiert. Über Jahre wurden Versicherte damit geworben und nun kommt dies nicht nur den Versicherten selbst, sondern auch den Versicherern teuer zu stehen. Es sind unter anderem massive Beitragserhöhungen von Nöten, die beiden Seiten zu schaffen machen. Einige Versicherer haben daher bereits die Billigtarife aus ihrem Angebot genommen.

Doch noch immer gibt es genug von ihnen auf dem Markt, weshalb nun verschiedene Experten noch einmal Verbraucher vor besonders billigen privaten Krankenversicherungen warnen. So manch einer lässt sich von den vermeintlichen Vorteilen der privaten Krankenversicherung, wie ein eventuell größeres Leistungspaket oder kürzere Wartezeiten beim Arzt, locken. Wenn die Beiträge dann noch sehr niedrig erscheinen, freut dies so manch einen um so mehr.

Doch diese Freude kann im Ernstfall schnell getrübt werden. Manche Versicherten merken erst, wenn sie gewisse Leistungen benötigen, dass sie doch nicht das bekommen, was sie erwarten. Zudem schießen die Beiträge in der Regel im Laufe der Jahre immer weiter in die Höhe, dass die vermeintliche Ersparnis vom Anfang schnell zur Belastung werden kann. Grundsätzlich kann man daher sagen, dass die niedrigsten Preise nicht stets eine gute Versicherung bedeuten. Vor einem Abschluss sollte man sich ganz genau informieren und sich eben nicht nur vom Preis alleine locken lassen.

PKV für Selbständige und Freiberufler

21. Januar 2012 Keine Kommentare
cc by Flickr/ Dave Dugdale

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In Deutschland besteht Sozialversicherungspflicht. Diese gilt für alle abhängig Beschäftigten. Alle Selbständigen und Freiberufler, Beamte und Personen deren Einkommen oberhalb der Versicherungspflichtgrenze liegt, unterliegen der Sozialversicherungspflicht nicht. Selbständige und Freiberufler können sich oftmals zu sehr günstigen Tarifen privat versichern lassen.

FĂĽr wen lohnt sich der Wechsel?
Der Wechsel lohnt sich vor allem für Selbständige und Freiberufler, da diese in der gesetzlichen Krankenversicherung immer automatisch den Höchstsatz von derzeit 585 Euro monatlich entrichten müssen, ganz gleich wie hoch das reale Einkommen auch ist. Es ist allerdings zu beachten, dass sich die monatlichen Beiträge zur privaten Krankenversicherung nach dem sogenannten Risikoprinzip berechnen, das heißt, dass zur Beitragsberechnung alle Riskofaktoren, wie beispielsweise das Alter, das Geschlecht sowie alle relevanten Vorerkrankungen berücksichtigt werden. Ist der Versicherungsnehmer aber jung und gesund, so erhält er den höheren Komfort einer privaten Krankenversicherung in der Regel zu einem deutlich niedrigeren Beitragssatz als die gesetzliche Krankenversicherung. Zudem stehen verschiedene Wahltarife zur Verfügung, Beitragsrechner im Internet bieten einen ersten Überblick über die Tarife und die möglichen Ersparnisse im Vergleich zur gestzlichen Krankenversicherung.

FĂĽr wen lohnt der Wechsel eher nicht?
Da in der gesetzlichen Krankenversicherung Kinder und Ehepartner beitragsfrei mit versichert werden können, lohnt sich der Wechsel für Familien mit vielen Kindern in der Regel nicht, da in der privaten Krankenversicherung alle Mitglieder beitragspflichtig sind. Auch Personen mit erheblichen Vorerkrankungen profitieren von einem Wechsel nicht, da diesen Personen nur der Basistarif angeboten werden kann. Dieser richtet sich ausnahmslos nach dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung und muss sich auch beim Beitrag an diesem orientieren. Ein Wechsel bietet dem Versicherten also keine Vorteile.

Fazit: Für Selbständige und Freiberufler lohnt sich ein Wechsel in die private Krankenversicherung in den meisten Fällen. Nur Personen mit vielen Kindern oder erheblichen Vorerkrankungen profitieren meistens nicht vom Wechsel in die private Krankenversicherung für Selbständige. Bei allen anderen sind Ersparnisse von mehreren Tausend Euro möglich. Darüber hinaus richtet sich der Leistungskatalog der privaten Krankenversicherung nach dem individuell vereinbarten Tarif und bietet dem Versicherten auf diesem Wege einen deutlich höheren Komfort.