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Archiv für die Kategorie ‘Gesetzliche Krankenversicherung (GKV)’

Stiftung Warentest: Vergleich von Krankenzusatzversicherungen lohnt sich

15. November 2010 Keine Kommentare
cc by flickr/ svensonsan

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Nicht selten haben privat Versicherte gegenüber gesetzlich Versicherten gewisse Vorteile. Gesetzlich Versicherte müssen häufig länger auf Termine warten und sind zum Beispiel bei der Arztwahl im Krankenhaus nicht wirklich frei. Jedoch müssen sich Kassenpatienten nicht zwangsläufig damit abfinden. Durch Krankenzusatzversicherungen haben sie die Möglichkeit auf erweiterte und meist bessere Leistungen.

Zu diesem Zweck hat sich die Stiftung Warentest einige Angebote der Zusatzversicherungen genau angesehen und dabei erhebliche Unterschiede festgestellt. Verglichen wurden Preis, Leistung und der Service der Anbieter. Generell gibt es Bestandteile, die jede Police enthält, jedoch vor allem im Leistungskatalog unterscheiden sich die Angebote.

Dabei gilt nicht unbedingt, je teurer die Versicherung, desto besser die Leistungen. Die Tester konnten durchaus gĂĽnstige Tarife mit umfangreichen Leistungen finden. Dabei lassen sich laut Stiftung Warentest zum Teil bis zu 30% sparen. Vergleichen lohnt sich hier also allemal! Schlecht schnitt bei fast allen Versicherern der Service ab. Die Kunden werden oft nur standardisiert beraten und es wird zu wenig auf individuelle BedĂĽrfnisse und Situationen eingegangen.

Wer eine Krankenzusatzversicherung abschließen möchte, sollte also sich im Vorfeld selbst genau informieren und abwägen, welche Leistungen man persönlich wirklich braucht. Online kann man die Angebote inzwischen ganz leicht vergleichen.

Unterfinanzierung von Krankenkassen dementiert

20. September 2010 Keine Kommentare

In den letzten Tagen meldeten mehrere Medien, das 23 der rund 160 gesetzlichen Krankenkassen in einer extrem schlechten finanziellen Lage steckten, dass sie sogar als „gefährdet“ eingestuft wurden. Desweiteren stünden in diesem Zusammenhang angeblich 46 Kassen „unter Beobachtung“. Der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung hat dies nun offiziell dementiert.

Die Meldungen basierten auf „veralteten“ Zahlen, durch die man keine Rückschlüsse auf die tatsächliche Situation ziehen könne. Ja, man sprach sogar davon, dass sich durch die Gesundheitsreform das Defizit auf unter eine Milliarde Euro bringen ließe.

Ließe sich dies umsetzen, müssten keine flächendeckenden Zusatzbeiträge erhoben werden und keine der Kassen stünde vor dem Aus. Wie die Wirklichkeit aussieht, kann man immer schwerer sagen, obwohl eigentlich die Versicherten ein Recht darauf hätten, zu erfahren, wie es um ihre Kasse bestellt ist!

Gesetzliche Krankenkassen: Wahltarife sollen begrenzt werden!

30. August 2010 Keine Kommentare

Es ist ein weiterer mehr als unvernünftiger Plan im Zuge der sogenannten Gesundheitsreform. In Zeiten, in denen das solidarische Prinzip der gesetzlichen Krankenversicherung droht zusammenzubrechen und die Tendenz immer mehr zu einer Klassenmedizin geht, wurden nun Pläne aus Regierungskreisen bekannt, wonach gesetzliche Krankenversicherungen ihre Wahltarife und Zusatzversicherungen einschränken sollen.

Doch genau diese Tarife machen für die gesetzlichen Krankenkassen einen Wettbewerb untereinander möglich. Zudem werden durch diese bisher Besserverdienende gehalten. Vor allem Letztere würden durch eine Änderung noch mehr zu den privaten Krankenkassen abwandern. In diesem Zusammenhang muss sich die Regierung nicht wundern, dass mehrfach das Wort Klientelpolitik fallen wird.

Gesetzlich Versicherten soll es also bald nicht mehr möglich sein eine Chefarztbehandlung oder die Unterbringung in einem Einbettzimmer gesondert hinzuzunehmen. Auch sollen die Kassen nur noch Wahltarife mit Selbstbehalt und Kostenerstattung anbieten. In diesem Zusammenhang werden einem dann auch die Pläne klar, warum ein Eintritt in die private Krankenversicherung erleichtert werden soll…

Ist das Gesundheitssystem durch die Fusionen der Krankenkassen in Gefahr?

16. August 2010 Keine Kommentare

In den letzten Jahren schließen sich immer mehr gesetzliche Krankenkassen zusammen. Durch diese Fusionen versuchen sie den immensen Verlusten im Gesundheitssystem entgegen zu wirken. Doch genau dies könnte nun das gesamte System noch mehr gefährden.

Experten warnen davor, dass es denn Krankenkassen bald so ergehen werde wie den Banken in der Finanzkrise. Es sei sehr riskant auf groĂźe und damit systemrelevante Einheiten zu setzen, so Hans Unterhuber, der Chef der Siemens-Betriebskasse.

In der „Frankfurter Rundschau“ betonte Rolf Stuppardt, Chef des Bundesverbands der Innungskrankenkassen, dass die Fusionen viel zu wenig mit gesundheitsökonomischen Zielen zu tun hätten. Er warnte davor, dass sie zu groß werden und so sang- und klanglos untergehen würden. Durch die Fusionen würden sie lediglich versuchen, im Falle einer Krise staatliche Unterstützung zu bekommen.

Alleine in den letzten beiden Jahren hat sich die Anzahl der gesetzlichen Krankenversicherungen in Deutschland von 216 auf 163 verringert. Die Debatte um unser Gesundheitssystem hat also gerade erst begonnen. Es bedarf wohl mehr als nur kleiner Reförmchen in Form von steigenden Beitragssätzen…

Mindestbeitrag für Selbstständige in der gesetzlichen Krankenversicherung

2. August 2010 Keine Kommentare

Bei der gesetzlichen Krankenversicherung hat sich einiges getan und der Prozess ist bekanntlich noch lange nicht beendet. Für die meisten ist dies im Grunde mit steigenden Kosten verbunden. So werden auch einige gering verdienende Selbstständige, die sich aktuell oder in den letzten Monaten freiwillig versichert haben, ganz schöne Augen gemacht haben.

Was häufig nicht erwähnt wird, ist, dass in der gesetzlichen Krankenversicherung ein ziemlich hoher Mindestbeitrag eingeführt wurde, der es vielen Selbstständigen, die zum Beispiel am Anfang ihrer beruflichen Laufbahn stehen, besonders schwer macht:

Versichert man sich freiwillig gehen viele davon aus, dass die einfach den aktuellen Prozentsatz komplett zahlen müssen. Dies gilt jedoch erst ab einem Einkommen ab 1.890 Euro monatlich! Demjenigen, der weniger verdient, wird aber trotzdem unterstellt, er würde diesen Betrag verdienen und muss dementsprechend zahlen. Dies bedeutet monatlich rund 300 Euro. Für alle, die mit ihrer selbstständigen Tätigkeit zum Beispiel lediglich 600 oder 700 Euro verdienen eine ganz schöne Bürde!