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Archiv für die Kategorie ‘Gesetzliche Krankenversicherung (GKV)’

BKK f├╝r Heilberufe: Kommt das Aus 2012?

17. Oktober 2011 Keine Kommentare
cc by flickr/ Images_of_Money

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Es ist eine Entwicklung mit der so manche Experten gerechnet haben. Der Gesundheitsfonds hat vielen gesetzlichen Krankenkassen das Leben schwerer gemacht und der Zusatzbeitrag hat die Lage bei so manchen nur noch verschlimmert. Nach der City BKK steht nun mit der BKK f├╝r Heilberufe wohl auch die zweite Krankenkasse vor dem Aus.

Seit einigen Jahren war die BKK f├╝r Heilberufe dabei sich zu sanieren. Der Weg sah gut aus und man hatte als der Gesundheitsfonds startete gut drei Viertel der bestehenden Schulden abgebaut. Der Gesundheitsfonds machte die Erfolge jedoch offenbar zunichte, so dass die BKK f├╝r Heilberufe zu den wenigen Kassen geh├Ârte, die einen Zusatzbeitrag erheben musste. Dies f├╝hrte dazu, dass die H├Ąlfte aller Mitglieder abwanderten. Aktuell hat die Kasse lediglich rund 80.000 Mitglieder, von denen die meisten schwer und chronisch krank sind.

So wurde zun├Ąchst ├╝ber eine Fusion beraten um die BKK f├╝r Heilberufe zu retten, doch dies wurde vor wenigen Tagen als zu teuer abgelehnt. Es sieht also alles danach aus, dass die Krankenkasse vor dem Aus steht. M├Âglicher Termin daf├╝r k├Ânnte der 1. Januar 2012 sein. Noch bem├╝ht man sich um eine L├Âsung, im Falle einer Schlie├čung w├╝rde man jedoch alles daf├╝r tun, dass die Kunden nicht wieder mit einem Chaos wie bei dem Ende der City BKK rechnen m├╝ssten. Dazu w├╝rde jedoch auch geh├Âren, dass man den Kunden rechtzeitig Bescheid sagt, dass sie gen├╝gend Zeit f├╝r einen Wechsel haben!

Elektronische Gesundheitskarte soll schneller ausgegeben werden

3. Oktober 2011 Keine Kommentare
cc by wikimedia/ Bin im Garten

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Jahrelang wurde ├╝ber die Einf├╝hrung der neuen elektronischen Gesundheitskarte gestritten, in der vergangenen Woche war es nun so weit und die ersten Karten wurden verschickt. Bisher hie├č es, die Kassen sollten Schritt f├╝r Schritt in den kommenden Jahren alle Karten an die Versicherten ausgeben. Nun will die Politik Medienberichten zufolge eine neue Frist setzen.

Offenbar will die Regierung erreichen, dass bereits bis Ende 2012 alle Krankenkassen 70 Prozent der elektronischen Gesundheitskarten an die Versicherten verschickt haben. Wer diese Frist nicht einhalte, m├╝sse mit einem weiteren Stopp der Verwaltungsausgaben im Jahr 2013 rechnen.

Politiker lie├čen verlauten, dass es sich hierbei um das gr├Â├čte IT-Projekt Europas handle und man den Krankenkassen neue Anreize f├╝r eine z├╝gige Verteilung bieten wolle. Der Spitzenverband der Kassen betonte hingegen, dass solch ein zus├Ątzlicher gesetzlicher Druck nicht n├Âtig w├Ąre, da die Kassen bereits fieberhaft an der Vergabe arbeiten w├╝rden.

Gleichzeitig ist die Skepsis vieler B├╝rger gegen├╝ber der neuen Karte geblieben. Zun├Ąchst ├Ąndert sich bei der Karte erst einmal nichts, au├čer dass sie durch ein Passbild des Versicherten erg├Ąnzt wird. Dass in Zukunft dann medizinische Daten wie R├Ântgenbilder und Befunde von den ├ärzten von Servern abgerufen werden k├Ânnen, ruft bei vielen jedoch Unmut hervor, denn die Angst ist gro├č, dass die sensiblen Daten ins Netz und in falsche H├Ąnde gelangen.

Daniel Bahr: K├╝rzere Wartezeiten f├╝r Kassenpatienten?

5. September 2011 Keine Kommentare
cc by flickr/ heipei

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Seit Jahren h├Ârt man immer wieder bzw. so manch einer hat es sicher schon mal am eigenen Leib erfahren, dass Kassenpatienten l├Ąnger auf einen Termin beim Arzt warten m├╝ssen. Auch lange Wartezeiten direkt vor Ort sind keine Seltenheit. Mit dieser Frage hat sich nun auch das Bundesgesundheitsministerium im Zuge des Gesetzes zur ├Ąrztlichen Versorgung besch├Ąftigt.

Medienberichten zufolge will Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr die Mediziner f├╝r zu lange Wartezeiten bestrafen. Die vermeidbaren Wartezeiten w├╝rden vor allem dann entstehen, wenn Haus├Ąrzte ihre Patienten an Fach├Ąrzte ├╝berweisen. In so manch einem Fall m├╝sse hier eine Behandlung im Krankenhaus stattdessen m├Âglich gemacht werden. Diese Kosten so wie eine Vermittlungspauschale m├╝sste die Kassen├Ąrztliche Vereinigung zahlen, was geringere ├ärztehonorare zu Folge haben k├Ânnte.

F├╝r Diskussionsstoff sorgt in diesem Zusammenhang auch das Gesetz, mit dem ab Januar 2012 gegen den ├ärztemangel auf dem Land vorgegangen werden soll. Um diese L├╝cken zu schlie├čen, sollen die Mediziner in l├Ąndlichen Regionen mit nur wenig ├ärzten mehr verdienen k├Ânnen. Die Krankenkassen beklagen in diesem Zusammenhang vor allem die Mehrkosten.

Weitere Fusionen von Krankenkassen: IKK classic und Gesundheitskasse S├╝dwest entstehen

11. Juli 2011 Keine Kommentare
cc by flickr/ b_d_solis

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Die Lage der gesetzlichen Krankenkassen spitzt sich immer weiter zu, daher ist schon seit l├Ąngerem klar, dass sich immer mehr Krankenkassen zusammentun m├╝ssen um sich wirtschaftlich halten zu k├Ânnen. Sp├Ątestens nach der Schlie├čung der City BKK wurde dies allen bewusst. So wurden in den vergangenen Tagen zwei weitere Fusionen beschlossen.

Zum einen werden sich ab dem 1. August 2011 die IKK classic und die Vereinigte IKK zusammentun. Sie werden ab diesem Zeitpunkt gemeinsam unter dem Namen IKK classic arbeiten und dann rund 3,5 Millionen Versicherte zu ihren Kunden z├Ąhlen. Damit geh├Ârt die IKK classic zu den gr├Â├čten Kassen Deutschlands. Bis zum Jahr 2013 verspricht man zudem keine Zusatzbeitr├Ąge zu erheben.

Und noch eine weitere gro├če Kasse entsteht: Zum ersten Mal fusionieren mit der IKK S├╝dwest, der AOK Saarland und der AOK Rheinland-Pfalz drei Krankenkassen. Ab dem 1. Oktober 2011 werden sie unter dem Namen Gesundheitskasse S├╝dwest agieren und 1,3 Millionen Mitglieder haben. Auch hier spricht man davon, dass man in Zukunft auf den Zusatzbeitrag verzichten werde. Was ÔÇ×in ZukunftÔÇť aber genau hei├čt, wurde nicht n├Ąher erl├Ąutert.

Bundesversicherungsamt: Beitragssenkungen in gesetzlicher Krankenkasse nicht m├Âglich

4. Juli 2011 Keine Kommentare
cc by flickr/ Images_of_Money

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In den Medien h├Ârte man in letzter Zeit immer wieder, dass der Gesundheitsfonds in diesem Jahr ├╝ber eine Reserve von 6,9 Milliarden Euro verf├╝gen wird. Schon preschten so manche vor und forderten Beitragssenkungen bei den gesetzlichen Krankenversicherungen. Doch diese ├ťberlegungen sind wohl mehr als voreilig wie auch das Bundesversicherungsamt j├╝ngst betont.

F├╝nf Milliarden Euro seien bereits verplant, wovon zwei Milliarden f├╝r die H├Ąrtefallregelung bei Zusatzbeitr├Ągen gebraucht werden. Die anderen drei Milliarden aus diesem Betrag seien die R├╝cklagen, zu denen man gesetzlich verpflichtet sei. Zudem habe man im Gesundheitsfonds, der vom Bundesversicherungsamt verwaltet wird, immer noch ein Defizit von gut 2,5 Milliarden Euro, was man auch abbauen wolle.

Gleichzeitig wies man auch darauf hin, dass manche Krankenkassen am falschen Ende sparen w├╝rden. In diesem Jahr werden gleichzeitig weitere Kassenfusionen erwartet, allein acht Zusammenschl├╝sse sind aktuell offiziell in Planung. In der jetzigen Situation Beitragssenkungen zu fordern, schie├čt wohl mehr als an der Realit├Ąt vorbei.