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Archiv für die Kategorie ‘Gesetzliche Krankenversicherung (GKV)’

Immer mehr wollen von der privaten in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln

9. Januar 2012 Keine Kommentare
cc by Flickr/ Dave Dugdale

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In den Medien h√∂rt man viel von den Problemen der gesetzlichen Krankenversicherungen, jedoch haben auch die Privaten, wie bereits mehrfach berichtet, auf ihre ganz eigene Art zu k√§mpfen. Deren Probleme sind jedoch meist hausgemacht. So wurden zum Beispiel immer wieder Kunden durch Billigtarife angelockt, die nun sich nicht mehr rechnen. Die Beitr√§ge in der privaten Krankenversicherung steigen weiter und weiter an, weshalb laut Medienberichten immer mehr Versicherte wiederum zur√ľck in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln wollen.

 

Dies geht in der Regel nur unter bestimmten Umst√§nden, jedoch versuchen es immer mehr. So meldet unter anderem ‚ÄěDer Spiegel‚Äú, dass einige Krankenkassen interessierten Kunden dabei behilflich sind, Schlupfl√∂cher zu finden, denn M√∂glichkeiten und Wege gibt es offenbar in den meisten F√§llen. Wichtig sei hier unter anderem, dass der Arbeitgeber einverstanden sei.

So häufen sich bei den Kassen Anfragen von wechselwilligen Privatversicherten. Alleine zur Barmer GEK seien im vergangenen Jahr rund 27.600 gewechselt und zur Techniker Krankenkasse rund 68.000.

Weitere Krankenkassen verabschieden sich von Zusatzbeitrag

12. Dezember 2011 Keine Kommentare
cc by flickr/ stvcr

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Der Zusatzbeitrag sorgte nicht nur bei den Versicherten selbst f√ľr einen Aufschrei. Auch einige Versicherer haben/hatten mit ihm zu k√§mpfen, da die Versicherten aufgrund der Mehrkosten zur Konkurrenz wechselten. In diesem Jahr konnten die gesetzlichen Krankenversicherungen jedoch offenbar einen √úberschuss erwirtschaften, so dass sich immer mehr Kassen im kommenden Jahr vom Zusatzbeitrag verabschieden.

Die DAK und die BKK Gesundheit k√ľndigten bereits an, nach der Fusion auf den Zusatzbeitrag verzichten zu wollen. Dem schlie√üen sich auch die KKH-Allianz und die Deutsche BKK an. Die BKK Phoenix plane den Zusatzbeitrag ab dem 1. April 2012 abzuschaffen und die BKK advita spricht vom zweiten Quartal des n√§chsten Jahres.

F√ľr die Versicherten ist dies wohl eine sehr gute Nachricht, jedoch sollte man sich laut dem Verbraucherzentrale Bundesverband nicht zu fr√ľh freuen. Die Probleme im Gesundheitssystem und die, die der Gesundheitsfonds mit sich bringt, sind immer noch nicht gel√∂st. Die Verbrauchersch√ľtzer rechnen damit, dass 2014 der Zusatzbeitrag wieder kommen wird!

Beitragserhöhung bei der privaten Krankenversicherung

1. Dezember 2011 Keine Kommentare

cc by flickr/ tuev_sued2

Versicherte der privaten Krankenversicherung blicken derzeit auf die Meldungen ihrer Krankenversicherung zu Beitragserh√∂hungen f√ľr das Jahr 2012. Anders als bei der gesetzlichen Krankenversicherung werden die Beitr√§ge f√ľr die private Krankenversicherung nicht einkommensabh√§ngig berechnet, sondern anhand von Faktoren wie Alter, Geschlecht und Gesundheitszustand des Versicherten.

Daraus ergibt sich eine individuelle Beitragsh√∂he, die den durchschnittlich zu erwartenden Kosten f√ľr Behandlungen plus den sogenannten Altersr√ľckstellungen entspricht. Die Beitr√§ge werden jedes Jahr √ľberpr√ľft. Wenn die Beitr√§ge dabei nicht die tats√§chlichen Kosten decken k√∂nnen, werden sie nach oben angepasst.

In diesem Jahr m√ľssen Versicherte dabei teilweise sehr starke Erh√∂hungen in Kauf nehmen. Gerade f√ľr √§ltere Versicherte sind bei einzelnen Krankenversicherern Beitragserh√∂hungen von bis zu 40 Prozent vorgesehen.

Angesichts dieser Zahlen z√∂gern viele Menschen, die die M√∂glichkeit h√§tten, in die private Krankenversicherung zu wechseln, mit diesem Schritt. Tats√§chlich muss genau kalkuliert werden, ob sich der Wechsel lohnt. Doch gerade junge Berufst√§tige mit einem hohen Einkommen k√∂nnen von der privaten Krankenversicherung profitieren. Sie bietet in der Regel mehr Leistungen als die gesetzliche Krankenversicherung und wer bereits in jungen Jahren in die private Krankenversicherung eintritt, zahlt √ľber einen langen Zeitraum Altersr√ľckstellungen, so dass diese nicht zu hoch ausfallen und die Beitragsentwicklung im Alter f√ľr den Versicherten positiv beeinflusst werden kann.

Wer allerdings schon etwas √§lter, bzw. wessen Einkommen nicht sehr hoch ist, sollte vor dem Wechsel in die private Krankenversicherung die Beratung durch einen unabh√§ngigen Versicherungsexperten in Anspruch nehmen. So l√§sst sich berechnen, inwiefern der Wechsel lohnt, oder ob dieser zu einer zu hohen finanziellen Belastung f√ľhren k√∂nnte.

Fusionen von Krankenkassen: Kartellamt hat nichts zu sagen

28. November 2011 Keine Kommentare

cc by flickr/ heipei

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So manche Beobachter sehen schon seit l√§ngerem die aktuelle Entwicklung bei den gesetzlichen Krankenkassen mit Sorge. Vor gut zehn Jahren, gab es noch um die 400 Krankenkassen. Inzwischen sind es dank etlichen Fusionen nur noch rund 150. Ein Ende der Zusammenschl√ľsse ist nicht in Sicht. Die Fusionen sollen dabei helfen, die Kosten im Gesundheitswesen zu senken. Das Kartellamt vermutet dahinter jedoch Verst√∂√üe gegen das Wettbewerbsrecht und appelliert seit l√§ngerem an die Politik dort einzugreifen.

Die Stiftung Warentest weist aktuell jedoch darauf hin, dass das Bundeskartellamt laut eines Urteils des Landessozialgerichts Hessen, bei Fusionen von Krankenkassen nicht eingreifen darf. √Ąhnliches gilt auch bei der Einf√ľhrung von Zusatzbeitr√§gen, wo das Kartellamt illegale Preisabsprachen vermutet.

Die Richter begr√ľndeten ihr Urteil damit, dass die Arbeit der Kassen rein sozialer Natur sei. Man sei aufgrund der Solidargemeinschaft dazu verpflichtet √ľber finanzielle Ausgleiche zu sprechen. Zudem sei das Bundesversicherungsamt bereits als staatliche Aufsicht f√ľr die gesetzlichen Krankenkassen zust√§ndig, die ein Selbstverwaltungsrecht h√§tten.

Arztrechnungen bald online einsehen?

14. November 2011 Keine Kommentare

cc by flickr/ matze_ott

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Wenn wir zum Arzt gehen, dann k√∂nnen wir als Kunden meist nur schwer √ľberpr√ľfen, ob der Mediziner richtig abgerechnet hat und was vor allem genau abgerechnet wurde. Obwohl man nat√ľrlich ein Recht hat dies zu erfahren, k√ľmmern sich die wenigsten Versicherten darum bzw. wissen √ľberhaupt nicht, dass sie die Rechnungen einsehen k√∂nnen.

Die Bundesregierung hat in diesen Tagen laut Medienberichten dar√ľber beraten wie man die √§rztliche Versorgung verbessern und vor allem f√ľr mehr Transparenz sorgen kann. In diesem Zusammenhang habe man sich darauf geeinigt, dass Versicherte in Zukunft die Arztrechnung online einsehen k√∂nnen.

Dies soll nach aktuellen Pl√§nen auf der Homepage der zust√§ndigen gesetzlichen Krankenversicherung m√∂glich sein. Dabei erhielten Patienten Einblicke dar√ľber wie viel der Arzt abgerechnet hat und vor allem f√ľr welche Behandlungen und nach welchen Verordnungen. Mal sehen, ob sich diese Pl√§ne durchsetzen…