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Elektronische Gesundheitskarte soll schneller ausgegeben werden

cc by wikimedia/ Bin im Garten

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Jahrelang wurde über die Einführung der neuen elektronischen Gesundheitskarte gestritten, in der vergangenen Woche war es nun so weit und die ersten Karten wurden verschickt. Bisher hieß es, die Kassen sollten Schritt für Schritt in den kommenden Jahren alle Karten an die Versicherten ausgeben. Nun will die Politik Medienberichten zufolge eine neue Frist setzen.

Offenbar will die Regierung erreichen, dass bereits bis Ende 2012 alle Krankenkassen 70 Prozent der elektronischen Gesundheitskarten an die Versicherten verschickt haben. Wer diese Frist nicht einhalte, müsse mit einem weiteren Stopp der Verwaltungsausgaben im Jahr 2013 rechnen.

Politiker ließen verlauten, dass es sich hierbei um das größte IT-Projekt Europas handle und man den Krankenkassen neue Anreize für eine zügige Verteilung bieten wolle. Der Spitzenverband der Kassen betonte hingegen, dass solch ein zusätzlicher gesetzlicher Druck nicht nötig wäre, da die Kassen bereits fieberhaft an der Vergabe arbeiten würden.

Gleichzeitig ist die Skepsis vieler Bürger gegenüber der neuen Karte geblieben. Zunächst ändert sich bei der Karte erst einmal nichts, außer dass sie durch ein Passbild des Versicherten ergänzt wird. Dass in Zukunft dann medizinische Daten wie Röntgenbilder und Befunde von den Ärzten von Servern abgerufen werden können, ruft bei vielen jedoch Unmut hervor, denn die Angst ist groß, dass die sensiblen Daten ins Netz und in falsche Hände gelangen.

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