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Archiv für Januar, 2012

Zusatzbeitrag: Ruf nach Abschaffung wird immer lauter

30. Januar 2012 Keine Kommentare
cc by flickr/ Public Domain Photos

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Wie einige Experten bereits bei der Einf√ľhrung der Zusatzbeitr√§ge bef√ľrchtet haben, haben die zus√§tzlichen Kosten nicht den Wettbewerb gef√∂rdert, sondern f√ľr Mitgliederschwund und unn√∂tige Verwaltungskosten gesorgt. F√ľr Kassen wie die City BKK bedeutete dies sogar das Aus. Daher werden Forderungen immer lauter, dass die Politik doch endlich handeln und die Zusatzbeitr√§ge abschaffen solle.

So kommt zum Beispiel der Verband der Ersatzkassen zu dem Schluss, dass dieses Finanzierungsexperiment gescheitert sei. Jetzt sei der Zeitpunkt g√ľnstig, den Zusatzbeitrag wegfallen zu lassen, da viele Anbieter 2012 eh aus wettbewerblichen Gr√ľnden auf ihn verzichten w√ľrden.

Jede Kasse, die bisher n√§mlich einen Zusatzbeitrag erhoben hat, sind die Mitglieder weggelaufen, so dass sich viele nun nat√ľrlich h√ľten, ihn einzuf√ľhren. Mal sehen, ob und wann die Verantwortlichen handeln. W√ľnschenswert w√§re es sicherlich!

Private Krankenversicherung: Experten warnen vor Billigangeboten

23. Januar 2012 Keine Kommentare
cc by flickr/ matze_ott

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In den vergangenen Wochen und Monaten wurde ja bereits viel √ľber die sogenannten Billigtarife der privaten Krankenversicherungen diskutiert. √úber Jahre wurden Versicherte damit geworben und nun kommt dies nicht nur den Versicherten selbst, sondern auch den Versicherern teuer zu stehen. Es sind unter anderem massive Beitragserh√∂hungen von N√∂ten, die beiden Seiten zu schaffen machen. Einige Versicherer haben daher bereits die Billigtarife aus ihrem Angebot genommen.

Doch noch immer gibt es genug von ihnen auf dem Markt, weshalb nun verschiedene Experten noch einmal Verbraucher vor besonders billigen privaten Krankenversicherungen warnen. So manch einer l√§sst sich von den vermeintlichen Vorteilen der privaten Krankenversicherung, wie ein eventuell gr√∂√üeres Leistungspaket oder k√ľrzere Wartezeiten beim Arzt, locken. Wenn die Beitr√§ge dann noch sehr niedrig erscheinen, freut dies so manch einen um so mehr.

Doch diese Freude kann im Ernstfall schnell getr√ľbt werden. Manche Versicherten merken erst, wenn sie gewisse Leistungen ben√∂tigen, dass sie doch nicht das bekommen, was sie erwarten. Zudem schie√üen die Beitr√§ge in der Regel im Laufe der Jahre immer weiter in die H√∂he, dass die vermeintliche Ersparnis vom Anfang schnell zur Belastung werden kann. Grunds√§tzlich kann man daher sagen, dass die niedrigsten Preise nicht stets eine gute Versicherung bedeuten. Vor einem Abschluss sollte man sich ganz genau informieren und sich eben nicht nur vom Preis alleine locken lassen.

PKV f√ľr Selbst√§ndige und Freiberufler

21. Januar 2012 Keine Kommentare
cc by Flickr/ Dave Dugdale

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In Deutschland besteht Sozialversicherungspflicht. Diese gilt f√ľr alle abh√§ngig Besch√§ftigten. Alle Selbst√§ndigen und Freiberufler, Beamte und Personen deren Einkommen oberhalb der Versicherungspflichtgrenze liegt, unterliegen der Sozialversicherungspflicht nicht. Selbst√§ndige und Freiberufler k√∂nnen sich oftmals zu sehr g√ľnstigen Tarifen privat versichern lassen.

F√ľr wen lohnt sich der Wechsel?
Der Wechsel lohnt sich vor allem f√ľr Selbst√§ndige und Freiberufler, da diese in der gesetzlichen Krankenversicherung immer automatisch den H√∂chstsatz von derzeit 585 Euro monatlich entrichten m√ľssen, ganz gleich wie hoch das reale Einkommen auch ist. Es ist allerdings zu beachten, dass sich die monatlichen Beitr√§ge zur privaten Krankenversicherung nach dem sogenannten Risikoprinzip berechnen, das hei√üt, dass zur Beitragsberechnung alle Riskofaktoren, wie beispielsweise das Alter, das Geschlecht sowie alle relevanten Vorerkrankungen ber√ľcksichtigt werden. Ist der Versicherungsnehmer aber jung und gesund, so erh√§lt er den h√∂heren Komfort einer privaten Krankenversicherung in der Regel zu einem deutlich niedrigeren Beitragssatz als die gesetzliche Krankenversicherung. Zudem stehen verschiedene Wahltarife zur Verf√ľgung, Beitragsrechner im Internet bieten einen ersten √úberblick √ľber die Tarife und die m√∂glichen Ersparnisse im Vergleich zur gestzlichen Krankenversicherung.

F√ľr wen lohnt der Wechsel eher nicht?
Da in der gesetzlichen Krankenversicherung Kinder und Ehepartner beitragsfrei mit versichert werden k√∂nnen, lohnt sich der Wechsel f√ľr Familien mit vielen Kindern in der Regel nicht, da in der privaten Krankenversicherung alle Mitglieder beitragspflichtig sind. Auch Personen mit erheblichen Vorerkrankungen profitieren von einem Wechsel nicht, da diesen Personen nur der Basistarif angeboten werden kann. Dieser richtet sich ausnahmslos nach dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung und muss sich auch beim Beitrag an diesem orientieren. Ein Wechsel bietet dem Versicherten also keine Vorteile.

Fazit: F√ľr Selbst√§ndige und Freiberufler lohnt sich ein Wechsel in die private Krankenversicherung in den meisten F√§llen. Nur Personen mit vielen Kindern oder erheblichen Vorerkrankungen profitieren meistens nicht vom Wechsel in die private Krankenversicherung f√ľr Selbst√§ndige. Bei allen anderen sind Ersparnisse von mehreren Tausend Euro m√∂glich. Dar√ľber hinaus richtet sich der Leistungskatalog der privaten Krankenversicherung nach dem individuell vereinbarten Tarif und bietet dem Versicherten auf diesem Wege einen deutlich h√∂heren Komfort.

Nahrungsergänzungsmittel: Wenn zu viel gefährlich wird

17. Januar 2012 Keine Kommentare
cc by flickr/ chaouki

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Den meisten Menschen ist klar, dass Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente f√ľr den menschlichen Organismus unabdingbar sind und zum √úberleben ben√∂tigt werden. Doch viele sind sich unsicher, ob sie diese Stoffe durch ihre gewohnte Ern√§hrung in ausreichender Menge zu sich nehmen und sie optimal versorgt sind. Welche Vitamine beispielsweise in welchen Nahrungsmitteln enthalten sind, ist oftmals nicht bekannt. Daher wird oft vorschnell zu diversen Nahrungserg√§nzungsmitteln gegriffen, die heutzutage bequem von zu Hause aus im entsprechenden Online-Shop zu erwerben sind.

 

Die Werbekampagnen der Hersteller von Nahrungserg√§nzungsmitteln suggerieren den potenziellen K√§ufern, dass in deutschen B√∂den heute viel weniger N√§hrstoffe enthalten sind als noch vor einigen Jahren. Doch dies ist laut der Deutschen Gesellschaft f√ľr Ern√§hrung ein Trugschluss. Eher das Gegenteil sei der Fall – die B√∂den sind reicher an Vitaminen und N√§hrstoffen als je zuvor. Nichtsdestrotrotz haben die Hersteller Erfolg und machen im Jahr mehr als 465 Millionen Euro Umsatz mit dem Verkauf von Nahrungserg√§nzungsmitteln, deren Einnahme oftmals v√∂llig unn√∂tig und bisweilen sogar gef√§hrlich sein kann.

Wird etwa Vitamin C in zu hohen Mengen zugef√ľhrt, k√∂nnen sich bei entsprechender Veranlagung leicht Nierensteine bilden. Ein Zuviel an Vitamin D kann zu Kalkablagerungen in der Niere f√ľhren. Auch andere Pr√§parate k√∂nnen in zu hoher Dosis sch√§dlich wirken, oder anderen Medikamenten die eingenommen werden in die Quere kommen. Die Einnahme verschiedener Vitamin- und Mineralstoffkapseln gleichzeitig kann das eine Vitamin hemmen, w√§hrend das andere √ľberdosiert wird. Vielen sind die Einnahmeregeln und Wechselwirkungen jedoch nicht bekannt, sodass die Einnahme der Pr√§parate meistens v√∂llig unn√∂tig ist.

Lediglich Schwangere, H√∂chstleistungssportler und alte Menschen k√∂nnen von einer zur t√§glichen Ern√§hrung zus√§tzlichen Einnahme von Nahrungserg√§nzungsmitteln profitieren. So sollten Schwangere Fols√§ure einnehmen, damit das Risiko, dass das Kind mit dem so genannten offenen R√ľcken zur Welt kommt, minimiert wird. Auch einem akuten Eisenmangel w√§rend der Schwangerschaft sollte mit Eisenpr√§paraten entgegengewirkt werden.

Die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln sollte also immer gut durchdacht sein und nur bei wirklichem Bedarf erfolgen. Andernfalls kann der Körper mit gesunder und ausgewogener Ernährung mit allen nötigen Nährstoffen ausreichend versorgt werden.

Patientengesetz ab 2013: Neue Regelung bei Rechtsstreitigkeiten zwischen Arzt und Patient

16. Januar 2012 1 Kommentar
cc by flickr/ heipei

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√Ąrzte sind auch nur Menschen und so kann es schon einmal dazu kommen, dass bei der Behandlung Fehler gemacht werden. Daraus ergeben sich meist langwierige Diskussionen, die nicht selten in einem Rechtsstreit enden. Leider ziehen dabei meist die Patienten aufgrund von Unklarheiten den K√ľrzeren. Das Bundesgesundheitsministerium plant nun ein neues Patientengesetz, das solche Streitereien vereinfachen und verk√ľrzen soll.

 

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr will in dem neuen Gesetz genau das Verh√§ltnis zwischen Arzt und Patient festhalten und regeln. Bei Behandlungsfehlern k√∂nne so schneller f√ľr Klarheit gesorgt und Schadensersatzanspr√ľche besser geltend gemacht werden.

Dies freut auch die Krankenversicherungen. Sowohl die gesetzlichen als auch die privaten Krankenversicherungen, die ihren Versicherten in solchen Diskussionen oft beistehen, freuten sich √ľber die neue Regelung. Dies w√ľrde die Rechte der Patienten mehr st√§rken. Geht alles gut, dann k√∂nnte das Patientengesetz ab Anfang 2013 greifen.