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Archiv für Dezember, 2011

Hintergrundinfos zur privaten Krankenversicherung

21. Dezember 2011 Keine Kommentare

Chefarztbehandlung

Chefarztbehandlung, ja oder nein? - flickr/edenpictures

Wer als Arbeitnehmer in die private Krankenversicherung wechseln m├Âchte, der hat es seit diesem Jahr wesentlich einfacher. Bisher war es erforderlich, dass Pflichtversicherte f├╝r drei Jahre hintereinander ein ├╝ber der Versicherungspflichtgrenze liegendes Einkommen erzielen musste. Diese Wartefrist wurde zu Beginn diesen Jahres wieder auf ein Jahr begrenzt. Zudem wurde auch noch die Versicherungspflichtgrenze von 49.950 auf 49.500 Euro heruntergeschraubt.

Angebote genau vergleichen
Die passende private Krankenversicherung zu finden ist um einiges aufwendiger als bei der gesetzlichen Krankenkasse. W├Ąhrend bei den gesetzlichen Kassen 95 Prozent der Leistungen bei allen Anbietern identisch sind, gibt es bei der privaten Krankenversicherung eine Vielzahl verschiedener Tarifmodellen und Optionen. Dies hat nat├╝rlich den Vorteil, dass der Versicherungsnehmer sich seinen Wunschtarif individuell zusammenstellen kann. Daf├╝r sollte man sich jedoch auch die entsprechende Zeit nehmen.

Den eigenen Bedarf ermitteln

Zun├Ąchst einmal sollte man sich genaue Gedanken machen, welche Anspr├╝che man an die private Krankenversicherung stellt. Dabei gibt es drei wichtige Bausteine: die ambulante Arztbehandlung, die station├Ąre Behandlung im Krankenhaus sowie die Behandlung beim Zahnarzt. Was die ambulante Arztbehandlung betrifft, kann der Versicherte zum Beispiel w├Ąhlen, ob beispielsweise auch alternative Heilmethoden ├╝bernommen werden sollen. Zudem bieten die meisten privaten Krankenkassen eine Art Hausarztmodell an. Holt sich der Versicherungsnehmer vor der Behandlung beim Facharzt eine ├ťberweisung bei seinem Hausarzt, erh├Ąlt er hierf├╝r eine gewisse Verg├╝nstigung. Zudem besteht in den meisten F├Ąllen die M├Âglichkeit eines Selbstbehalts.

Bei der station├Ąren Behandlung im Krankenhaus besteht die Wahl ob eine Unterbringung im Ein-, Zwei- oder Mehrbettzimmer erfolgen soll. Auch eine eventuelle Chefarztbehandlung kann auf Wunsch vereinbart werden. Auch beim Zahnarzt kann genau festgelegt werden, welche Kosten ├╝bernommen werden sollen und wie hoch der Eigenanteil sein soll.

Wovon der Preis abh├Ąngt
Neben den gew├Ąhlten Leistungen wird die H├Âhe des Beitrags vom Geschlecht, dem Alter sowie eventuellen Vorerkrankungen des Versicherten beeinflusst. Auf die letztgenannten Punkte hat man keinen Einfluss, deshalb sollte man genau ├╝berlegen, welche Leistungen ben├Âtigt werden.

Wechsel der privaten Krankenversicherung: K├╝ndigung immer als Original

19. Dezember 2011 Keine Kommentare
cc by flickr/ Gunnar Wrobel

cc by flickr/ Gunnar Wrobel

Generell ist es ratsam K├╝ndigungen per Post und am besten noch per Einschreiben mit R├╝ckschein zu ├╝bermitteln. Nur so kann man auch genau beweisen, dass die K├╝ndigungsfrist eingehalten wurde. Schon oft hat man zudem erlebt, dass K├╝ndigungen via E-Mail oder Fax nicht anerkannt wurden. So ergeht es momentan Medienberichten zufolge den Kunden des Versicherers Central, einer Tochter der Generali.

Die Central hatte wie viele andere private Krankenversicherungen auch sogenannte Billigtarife angeboten, die, wie an dieser Stelle bereits mehrfach berichtet, bei den Versicherungsunternehmen zu erheblichen Einbu├čen f├╝hrten. Daher schaffen die meisten diese Tarife nun ab und erh├Âhen zudem die Beitr├Ąge. Kunden k├Ânnen bei einer solchen Beitragserh├Âhung innerhalb eines Monats von ihrem Sonderk├╝ndigungsrecht Gebrauch machen.

Die Central erwartet, dass dem viele nachkommen werden. So akzeptiert sie Medienberichten zufolge nur K├╝ndigungen, die per Post als Originalschreiben beim Konzern ankommen. K├╝ndigungen per E-Mail oder Fax werden nicht anerkannt. Dies k├Ânnte dazu f├╝hren, dass die Central einige Kunden beh├Ąlt, obwohl diese eigentlich wechseln wollten. Neben der Originalk├╝ndigung legt man ├╝brigens am besten noch den Nachweis ├╝ber die Folgeversicherung bei. Hier streitet sich die Justiz allerdings noch.

Weitere Krankenkassen verabschieden sich von Zusatzbeitrag

12. Dezember 2011 Keine Kommentare
cc by flickr/ stvcr

cc by flickr/ stvcr

Der Zusatzbeitrag sorgte nicht nur bei den Versicherten selbst f├╝r einen Aufschrei. Auch einige Versicherer haben/hatten mit ihm zu k├Ąmpfen, da die Versicherten aufgrund der Mehrkosten zur Konkurrenz wechselten. In diesem Jahr konnten die gesetzlichen Krankenversicherungen jedoch offenbar einen ├ťberschuss erwirtschaften, so dass sich immer mehr Kassen im kommenden Jahr vom Zusatzbeitrag verabschieden.

Die DAK und die BKK Gesundheit k├╝ndigten bereits an, nach der Fusion auf den Zusatzbeitrag verzichten zu wollen. Dem schlie├čen sich auch die KKH-Allianz und die Deutsche BKK an. Die BKK Phoenix plane den Zusatzbeitrag ab dem 1. April 2012 abzuschaffen und die BKK advita spricht vom zweiten Quartal des n├Ąchsten Jahres.

F├╝r die Versicherten ist dies wohl eine sehr gute Nachricht, jedoch sollte man sich laut dem Verbraucherzentrale Bundesverband nicht zu fr├╝h freuen. Die Probleme im Gesundheitssystem und die, die der Gesundheitsfonds mit sich bringt, sind immer noch nicht gel├Âst. Die Verbrauchersch├╝tzer rechnen damit, dass 2014 der Zusatzbeitrag wieder kommen wird!

Private Krankenversicherung: Einsteigertarife machen Anbietern zu schaffen

5. Dezember 2011 Keine Kommentare
cc by flickr/ matze_ott

cc by flickr/ matze_ott

Wir haben an dieser Stelle bereits mehrfach ├╝ber das inzwischen doch massive Problem der privaten Krankenversicherer mit den billigen Einsteigertarifen berichtet. Damit haben sie in den letzten Jahren immer mehr Kunden gelockt. Zu Beginn schien das Konzept zwar aufzugehen, doch inzwischen brechen diese Tarife den meisten Unternehmen fast das Genick.

Vor allem junge und gesunde Kunden, die nicht selten selbstst├Ąndig sind, wurden damit angeworben. Diese k├Ânnen sich so bereits f├╝r 150 Euro oder weniger im Monat krankenversichern, bekommen daf├╝r jedoch weniger Leistung als in normalen Tarifen. F├╝r den Zeitraum, in dem die Kunden jung und kerngesund sind und keine Kinder haben, mag sich dies durchaus lohnen, doch auch diese Kunden werden leider ├Ąlter. So m├╝ssen die Beitr├Ąge im Laufe der Jahre immer mehr angehoben werden und so manch einer kann sie sich nun nicht mehr leisten. So sitzen die Versicherer auf einem Berg von Kosten und nicht bezahlten Beitr├Ągen.

Nach und nach sehen dies die meisten Unternehmen inzwischen ein und verbannen die Einsteigertarife. Einige wollen sich Medienberichten zufolge sogar ganz aus dem Konzept der privaten Krankenvollversicherung verabschieden und nur noch auf lukrativere Zusatzversicherungen setzen. Dies bringt jedoch all jenen wenig, die durch solche Einsteigertarife gelockt wurden. Ihnen bleibt nur ├╝brig die Erh├Âhungen zu schultern oder aber zu versuchen in einen anderen Tarif zu wechseln. Diese m├╝ssen nicht immer g├╝nstiger sein, k├Ânnen sich aber eventuell stabiler gestalten.

Die Krankenversicherung noch in 2011 wechseln?

2. Dezember 2011 Keine Kommentare
Krankenversicherung

Krankenversicherung - flickr/katerha

Gegen Ende des Jahres wird es wieder spannend: Erhebt die gesetzliche Krankenkasse einen Zusatzbeitrag bzw. erh├Âht sie den schon vorhandenen oder verzichtet sie darauf? Wenn ja, dann gibt es ein paar Tipps zur Krankenversicherung. Falls die Krankenversicherung ihre Versicherten zur Kasse bittet, haben diese ein Sonderk├╝ndigungsrecht. Doch f├╝r jeden Versicherten stellt sich die Frage, ob sich ein Wechsel der Krankenkasse f├╝r ihn ├╝berhaupt lohnt. Denn ein vermeintlicher finanzieller Vorteil kann versicherungstechnische Nachteile mit sich ziehen. Deshalb gilt es eine Reihe von Punkten zu beachten.

 

Versicherte, die sich gerade in einer laufenden Behandlung befinden, wie z.B. eine kostspielige Kieferprothesenanfertigung oder eine langwierige Psychotherapie, m├╝ssen ber├╝cksichtigen, dass die neue Krankenversicherung die Notwendigkeit der Ma├čnahme eventuell ├╝berpr├╝fen wird. Und die ├ťbernahme der Kosten gegebenenfalls ganz oder teilweise ablehnt. Auch bei der Zuordnung zu einer Pflegestufe hat die neue Krankenversicherung das Recht, den Versicherten durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) ├╝berpr├╝fen und ihn m├Âglicherweise in eine ung├╝nstigere Stufe einordnen zu lassen.

F├╝r die Versicherten ist diese Situation nat├╝rlich mit erheblichem Druck verbunden, zumal sie kaum eine M├Âglichkeit haben, schon im Vorfeld abzuchecken, ob die neue Versicherung einer laufenden Behandlung positiv gegen├╝bersteht. Deshalb sollte jeder Versicherte genau ├╝berpr├╝fen, wie wichtig ihm eine laufende Behandlungen ist, und ob er durch einen vorschnellen Wechsel der Krankenkasse einen m├Âglichen Behandlungsabbruch riskieren will.

Wenn ein Sonderk├╝ndigungsrecht vorliegt, ist ein Wechsel der Kasse ist ziemlich unkompliziert. Es muss nicht einmal die sonst vorgeschriebene 18-monatige Mindestmitgliedschaft erf├╝llt werden. Die K├╝ndigung sollte nat├╝rlich per Einschreiben erfolgen und die Krankenversicherung muss innerhalb von zwei Wochen eine K├╝ndigungsbest├Ątigung schicken. Der Versicherte reicht diese Best├Ątigung seiner neuen Krankenversicherung ein. Dabei braucht er nicht zu bef├╝rchten, dass er etwa aufgrund einer bestehenden Vorerkrankung abgelehnt wird. Es ist den gesetzlichen Krankenkassen n├Ąmlich zwingend vorgeschrieben, jeden Versicherten aufzunehmen.