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Archiv für September, 2011

Private Krankenversicherung: Einkommensgrenzen steigen 2012

26. September 2011 Keine Kommentare
cc by flickr/ Public Domain Photos

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Vor einigen Tagen hat das Bundessozialministerium den ersten Entwurf fĂŒr die Einkommensgrenzen in der Krankenversicherung fĂŒr das kommenden Jahr vorgelegt. Medienberichten zufolge sollen diese 2012 steigen. Dies bedeutet, dass der Wechsel in die private Krankenversicherung erschwert wird. Zudem mĂŒssten Besserverdiener in der gesetzlichen Krankenversicherung tiefer in die Tasche greifen.

Die Beitragsbemessungsgrenze soll 2012 offenbar von derzeit monatlich 3.712,50 Euro auf 3.825,00 Euro ansteigen. Auf das Jahr gerechnet wĂŒrde dies fĂŒr das kommende Jahr einen Wert von 45.900 Euro ergeben. Dieser hat auf den Wechsel in die private Krankenversicherung noch keinen direkten Einfluss, er bedeutet vor allem, dass der Höchstbetrag zur gesetzlichen Krankenversicherung von rund 575,44 Euro auf 592,99 Euro steigt. Gut verdienende SelbststĂ€ndige mĂŒssen diese rund 17 Euro alleine tragen, fĂŒr besserverdienende Arbeitnehmer heißt dies eine Erhöhung von rund neun Euro.

Wichtig fĂŒr den Wechsel in die private Krankenversicherung ist die Versicherungspflichtgrenze. Auch diese wird 2012 steigen und zwar von aktuell 49.500 Euro auf 50.850 Euro jĂ€rhlich. Der Zugang zur privaten Krankenversicherung wird damit erschwert. Wer plant in die private Krankenversicherung zu wechseln, sollte dies also noch in diesem Jahr tun, sofern dies möglich ist.

Lichtduschen zum Lichtausgleich im Herbst sind gesundheitsfördernd

23. September 2011 Keine Kommentare

flickr/ m.prinke

Viele gesundheitsfördernde Therapien stammen aus Skandinavien, wo die Menschen immer wieder bestrebt sind, dem Winterblues oder der Winterdepression zu entfliehen. Relativ neu ist die Entwicklung der Lichtdusche, eine LeuchtflĂ€che, die mit ihrem Tageslichtspektrum der Entstehung von jahreszeitlichen Depressionen entgegen wirken kann. Aufgrund der langen dunklen Winter kennt man in Skandinavien die Auswirkungen des Tageslichtmangels auf den menschlichen Körper sehr viel genauer. Je nach GrĂ¶ĂŸe der LeuchtflĂ€che wird von den Herstellern eine Sitzungsdauer bis zu zwei Stunden am Tag empfohlen. Die Lichtdusche sollte einen großen Teil des Oberkörpers sowie das ganze Gesicht bestrahlen.
Ein stoisches Sitzen vor der Lampe wird nicht verlangt. Ob sie am Computer arbeiten, online im Versandhandel shoppen, frĂŒhstĂŒcken oder lesen, das Wichtigste ist, dass sie immer wieder mit den Augen die Lichtquelle suchen.
Hin und wieder berichten Kunden, dass sie mit Kopfschmerzen auf die Lichtduschen reagieren. Dagegen hilft, die Therapiedauer zu verkĂŒrzen oder aber eine Lichtschutzbrille zu tragen. Auch eine Erhöhung des Abstands zur Lichtdusche schafft Abhilfe. Chronische Erkrankungen wie Akne, Neurodermitis, aber auch echte Depressionen lassen sich mit der Lichttherapie mildern. Sogar bei Alzheimer-Patienten und Parkinson-Patienten wird eine Milderung von Symptomen verzeichnet, wenn die Erkrankung noch nicht zu weit fortgeschritten ist.

Auch zur Vermeidung des Jet-Lags auf Fernreisen kann die Lichtdusche eingesetzt werden. Mit 30 minĂŒtigen Bestrahlungen am Abend lĂ€sst sich der Jet-Lag auf Reisen nach Westen oder am Morgen nach Osten in der Wirkung mildern und der Körper verkraftet die Umstellung besser.

Die LeuchtflĂ€chen der Lichtduschen weisen eine Leuchtkraft von mindesten 2500 Lux bis ca. 10.000 Lux auf. Das Licht strahlt gleichmĂ€ĂŸig Dank der milchigen OberflĂ€che der Lichtdusche. Die LeuchtflĂ€chen werden in verschiedenen GrĂ¶ĂŸen angeboten, je grĂ¶ĂŸer die FlĂ€che, desto kĂŒrzer die Bestrahlungsdauer. Die grĂ¶ĂŸtmögliche Wirkung auf den Organismus wird am Morgen erzielt. Am Abend angewendet, kann sie Schlafstörungen hervorrufen, da die natĂŒrliche ErmĂŒdung des Körpers gestört wird.

USA: Supercomputer hilft bei medizinischen Diagnosen

19. September 2011 Keine Kommentare

Vor einigen Monaten machte der Supercomputer Watson des Herstellers IBM von sich reden, als er in der Quiz-Show „Jeopardy“ die menschlichen Kandidaten eindeutig besiegte. Nun hat IBM zum ersten Mal einer kommerziellen Nutzung von Watson zugestimmt. Der Supercomputer wird in Zukunft von der US-Krankenversicherung WellPoint genutzt werden.

Er soll dabei helfen, medizinische Diagnosen zu erstellen. Watson kann laut IBM in gut drei Sekunden den Inhalt von rund 200 Millionen Seiten verarbeiten. Damit will WellPoint zum einen Kosten sparen, zum anderen aber auch Kunden eine bessere Behandlung und Betreuung anbieten, denn das medizinische Fachwissen, das Watson auswertet, ist um einiges grĂ¶ĂŸer als das von Ärzten.

ZunĂ€chst wird der Supercomputer im Bereich der Nachsorge von Patienten eingesetzt werden, spĂ€ter soll er vor allem die Ärzte bei der Betreuung von Krebspatienten unterstĂŒtzen. WellPoint hat rund 34,2 Millionen Mitglieder. Diese werden bald beurteilen können, ob Watson bei medizinischen Problemen, Diagnosen und Behandlungen Vorteile bringt.

Die Pflegestufen der Pflegeversicherung

18. September 2011 Keine Kommentare

Rentnertanz

Rentnertanz - flickr/JSmith Photo

Pflegestufen bezeichnen den Umfang der PflegebedĂŒrftigkeit eines Patienten. Hierbei werden 3 verschiedene Pflegestufen unterschieden, je nachdem, wie hoch der zeitliche Aufwand und wie intensiv der pflegerische Umfang der Betreuung ausfĂ€llt.
Die Einstufung in eine bestimmte Pflegestufe muss bei der Krankenkasse beantragt werden. Diese bestellt einen Gutachter des medizinischen Dienstes der Krankenkasse um die PflegebedĂŒrftigkeit des Patienten zu ermitteln.
Ausschlaggebend fĂŒr die Einstufung in eine bestimmte Pflegestufe sind folgende Kriterien:

Benötigt die Person Hilfe bei der tÀglichen Grundpflege? Wenn ja, in welchem Umfang?
Wie oft benötigt die Person Hilfe bei der Verrichtung von hauswirtschaftlichen TÀtigkeiten?
Wenn ein Familienangehöriger fĂŒr die Pflege der Person zustĂ€ndig ist, muss außerdem ermittelt werden, wie hoch dessen Zeitaufwand fĂŒr die Körpergrundpflege, die Hauswirtschaftshilfe und die Hilfe hinsichtlich der MobilitĂ€t der Person tĂ€glich zu bemessen ist.

Anhand dieser Kriterien erfolgt die Einstufung in eine Pflegestufe.
Die Pflegestufe 1 bezeichnet eine erheblich pflegebedĂŒrftige Person. Die Person benötigt wenigstens einmal am Tag Hilfe bei der Grundpflege, ErnĂ€hrung und MobilitĂ€t und außerdem mehrmals in der Woche Hilfe im Haushalt. Der Zeitaufwand fĂŒr die Pflege betrĂ€gt pro Tag mindestens 90 Minuten, wovon mindestens 45 Minuten auf die Körperpflege entfallen.

Die Pflegestufe 2 bezeichnet eine schwerpflegebedĂŒrftige Person. Die Person benötigt 3 Mal am Tag Hilfe bei allen wesentlichen Verrichtungen und mehrmals in der Woche Hilfe im Haushalt. Der tĂ€gliche Zeitbedarf fĂŒr die Pflege umfasst mindestens 3 Stunden, wobei mindestens 2 Stunden fĂŒr die Grundpflege verwendet werden mĂŒssen.
Übrigens gibt es im Internet auch diverse Ratgeber, wo man auch kostenlose Pflegestufenrechner findet – damit kann man dann die Pflegestufe 2 berechnen, aber auch die anderen Leistungen aus der Pflegeversicherung.

Die Pflegestufe 3 wird verwendet, wenn es sich um eine schwerstpflegebedĂŒrftige Person handelt. Die Person benötigt rund um die Uhr, also auch in der Nacht, Betreuung bei der Grundpflege, ErnĂ€hrung und MobilitĂ€t, sowie mehrmals in der Woche Hilfe im Haushalt.

FĂŒr Angehörige von pflegebedĂŒrftigen Personen stellt der tĂ€gliche zeitliche Aufwand meist eine enorme Mehrbelastung neben dem Beruf dar und sollte tunlichst nicht unterschĂ€tzt werden. Somit ist es sehr wichtig, den Umfang der PflegebedĂŒrftigkeit rechtzeitig ermitteln zu lassen, um die finanzielle Belastung, die durch die Pflege durch Familienangehörige, bei der Beauftragung eines Pflegedienstes oder bei einer stationĂ€ren Pflege, entsteht, vermindern zu können.
In manchen FÀllen ist die Pflege durch geschultes Fachpersonal sogar unerlÀsslich, um Schaden an der zu pflegenden Person, durch eventuelle Pflegefehler, zu vermeiden.

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KĂŒnstlersozialkasse: Fehlerhafte Abbuchungen

12. September 2011 Keine Kommentare
cc by flickr/ Public Domain Photos4

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Über die KĂŒnstlersozialkasse (KSK) können sich KĂŒnstler und Publizisten kranken-, renten- und pflegeversichern. Eine Einrichtung, die fĂŒr viele dieses Berufsstandes in Deutschland fast schon ĂŒberlebenswichtig ist. Die KSK fungiert selbst nicht als Versicherung, sondern ĂŒbernimmt nur einen Anteil der genannten Versicherungen und leitet die BetrĂ€ge an die Versicherer weiter. In diesem Monat haben etliche KĂŒnstler und Publizisten beim Blick auf ihr Konto nicht schlecht gestaunt!

Am 5. September buchte die KSK aufgrund eines EDV-Fehlers bei 75.480 FĂ€llen den Betrag doppelt ab. Dies dĂŒrfte viele KĂŒnstler schwer getroffen haben, da diese meist auf jeden Cent achten mĂŒssen. Die KSK reagierte jedoch umgehend und entschuldigte sich fĂŒr den Fehler auf ihrer Website.

Betroffene mussten sich nicht extra an die KSK wenden, sondern der Fehler wurde schnellstmöglich wieder behoben, so dass die entsprechenden BetrĂ€ge sich inzwischen wieder auf den Konten befinden mĂŒssten. Wie viel fĂ€lschlicherweise abgebucht wurde, hĂ€ngt vom Versicherungsbeitrag des Einzelnen ab. Laut KSK zahlen die versicherten KĂŒnstler und Publizisten zwischen 72 und 897 Euro monatlich, im Schnitt 210 Euro. Laut „SĂŒddeutsche Zeitung“ bedeutet dies, dass die KSK aus Versehen rund 16 Millionen Euro zu viel abgebucht hatte.