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Archiv für August, 2011

Private Krankenversicherung Continentale: 55 Millionen R├╝ckerstattung

29. August 2011 Keine Kommentare
cc by flickr/ Public Domain Photos

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Bei vielen privaten Krankenversicherungen ist eine Beitragsr├╝ckerstattung in den entsprechenden Tarifen ├╝blich. Versicherte, die w├Ąhrend eines Jahres keine Leistungen der Krankenversicherung in Anspruch genommen haben, erhalten so einen Teil ihrer Beitr├Ąge wieder zur├╝ck. So k├Ânnen sich in diesem Jahr beispielsweise die Kunden der Continentale ├╝ber R├╝ckzahlungen von insgesamt 55,3 Millionen Euro freuen.

Diese Summe wird dabei in zwei Teile geteilt. Als erfolgsabh├Ąngige Beitragsr├╝ckerstattung gehen 50 Millionen Euro direkt an die Kunden und die restlichen 5,3 Millionen werden als erfolgsunabh├Ąngige R├╝ckerstattungen in den Tarifen Comfort und Economy gezahlt. Pro leistungsfreiem Versicherten bedeutet dies eine R├╝ckzahlung von rund 800 Euro.

Es gibt noch eine gute Nachricht, denn auch 2012 rechnet die Continentale mit vergleichbaren R├╝ckerstattungen. Das einzige, was man bei solchen R├╝ckzahlungen bedenken muss, ist, dass sie sich direkt auf die Einkommenssteuer auswirken. Sie werden direkt auf die erstattungsf├Ąhigen Kosten f├╝r die Krankenversicherung angerechnet!

Zahnzusatzversicherung: Das muss beachtet werden

22. August 2011 Keine Kommentare
cc by flickr/ get directly down

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Die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung werden leider seit einigen Jahren immer weiter gedrosselt, so dass f├╝r viele gesetzlich Versicherte Zusatzversicherungen Sinn machen. Die Zahnzusatzversicherung steht dabei bei den meisten ganz oben auf der Liste, denn Zahnersatz, der nicht von der Kasse ├╝bernommen wird, kann schnell ins Geld gehen.

Jedoch hat eine Umfrage des Bunds der Versicherten ergeben, dass zwar viele Kunden an solch einer Police interessiert sind, dass jedoch die meisten gleichzeitig erhebliche Wissensl├╝cken auf diesem Gebiet haben. Laut den Experten solle man auf keinen Fall nur auf den Preis achten und von Billigangeboten in der Regel die Finger lassen.

Nat├╝rlich ist der Preis ein Thema, jedoch ist ein genaues Augenmerk auf die Leistungen sogar noch wichtiger. Fallen k├Ânnen zum Beispiel eine vereinbarte Wartezeit sein, denn in dieser Zeit nach dem Vertragsabschluss gibt es keine Leistungen. Behandlungen, die der Arzt bereits f├╝r notwendig erkl├Ąrt hat, werden bei den Zahnzusatzversicherungen in fast allen F├Ąllen ebenfalls nicht ├╝bernommen.

Der Bund der Versicherten r├Ąt zudem darauf zu achten, dass Inlays und Implantate ebenfalls im Schutz enthalten sind. Geleistet werden sollte zudem der H├Âchstbetrag der Geb├╝hrenverordnung f├╝r Zahn├Ąrzte (3,5-facher Satz). Als gut k├Ânne man die Zahnersatz-Police einstufen, wenn sie zusammen mit der gesetzlichen Krankenversicherung 80 Prozent der Arztrechnung zahle.

PKV: Anbieter versch├Ąrfen Aufnahmebedingungen

15. August 2011 Keine Kommentare
cc by flickr/ Public Domain Photos

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In den letzten Wochen haben wir an dieser Stelle bereits mehrfach ├╝ber die Abschaffung der sogenannten Billigtarife bei einigen privaten Krankenversicherern berichtet. Dem ist aber noch nicht genug, einige Anbieter haben zudem ihre Aufnahmebedingungen versch├Ąrft. F├╝r viele Experten ein Schritt, der l├Ąngst ├╝berf├Ąllig ist.

In den letzten Jahren lockten die privaten Krankenversicherungen Kunden mit scheinbar g├╝nstigen Angeboten. Doch diese erweisen sich in vielen F├Ąllen schnell als Kostenfalle. So k├Ânnen sich immer mehr privat Versicherte die Beitr├Ąge nicht leisten und zahlen daher dauerhaft nicht. Seit Januar 2009 k├Ânnen die privaten Krankenversicherer solchen Kunden nicht einfach k├╝ndigen und m├╝ssen weiterhin f├╝r bestimmte Leistungen aufkommen. Dies geht nat├╝rlich zu Lasten der Unternehmen und damit auch der Beitragszahler, denn diese m├╝ssen die Defizite schlie├člich zum Teil durch h├Âhere Beitr├Ąge ausgleichen.

Verschiedene Anbieter wie die DKV oder die HanseMerkur wollen dem nun einen Riegel vorschieben und achten mehr darauf, wen sie aufnehmen. Bei der DKV m├╝ssen Freiberufler und Selbstst├Ąndige, bei denen die Nichtzahler-Quote am h├Âchsten ist, einen positiven Wert bei arvato infoscore vorweisen. Ist dieser Wert negativ, werden sie automatisch abgelehnt, es sei denn sie k├Ânnen bestimmte Unterlagen vorweisen, die ein anderes Bild vermitteln, wie den aktuellen Steuerbescheid oder den Gewerbe- und Handelsregistereintrag. Angestellte, Beamte oder ├ärzte mit einem negativen Scoring-Wert werden hingegen nur dann abgelehnt, wenn weitere negative Faktoren hinzukommen.

Bei der HanseMerkur hingegen m├╝ssen Selbstst├Ąndige beispielsweise nachweisen, dass sie seit mindestens zwei Jahren ihren festen Wohnsitz in Deutschland haben und seitdem auch in der gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung versichert waren. Mal sehen, ob in diesem Bereich auch bald andere Anbieter nachziehen und ihre Bedingungen versch├Ąrfen.

Billigtarife in der PKV: Hat bald ihre letzte Stunde geschlagen?

8. August 2011 Keine Kommentare
cc by flickr/ Images_of_Money

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Immer wieder sorgen die sogenannten Billigtarife in der privaten Krankenversicherung (PKV) f├╝r heftige Kritik. Diese kommt vermehrt nicht nur von Verbrauchersch├╝tzern, sondern auch von Gr├Â├čen der Branche selbst. Nun sieht es so aus als k├Ânnte bald das Ende der Billigtarife nahen, denn immer mehr private Krankenversicherungen schaffen sie ab oder denken zumindest dar├╝ber nach. An dieser Stelle hatten wir beispielsweise bereits von den Ma├čnahmen der DKV berichtet.

W├Ąhrend die einen der Meinung sind, dass die Billigtarife eine gute Option f├╝r alle sind, die sich teure Tarife nicht leisten k├Ânnen, was vor allem f├╝r Existenzgr├╝nder und Selbstst├Ąndige gilt, warnen andere wiederum vor eklatanten Leistungsl├╝cken, derer sich viele erst bewusst werden, wenn es bereits zu sp├Ąt ist. Zudem sei ein Wechsel in einen besseren Tarif meist kaum m├Âglich oder nur zu bestimmten Bedingungen, die nicht selten teuer ausfallen.

Nach der DKV hat sich nun auch die Generali-Tochter Central dazu entschieden, die Billigtarife abzuschaffen. F├╝r so manch einen ein guter Schritt, denn nicht wenige vertreten die Auffassung, dass solche Tarifoptionen langfristig dem Image der PKV eher schaden. Mal sehen, ob das letzte St├╝ndchen der Billigtarife wirklich bald geschlagen hat…