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Archiv für Juli, 2011

Auslandsrenten: Beitragspflicht fĂŒr Kranken- und Pflegeversicherung

25. Juli 2011 1 Kommentar
cc by wikimedia/ BlueMars

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In Deutschland leben einige sogenannte GrenzgĂ€nger. Diese haben ihren Wohnsitz zwar in Deutschland, aber waren lange Zeit im benachbarten Ausland berufstĂ€tig. Daher beziehen sie Auslandsrenten, die bisher in Deutschland von den BeitrĂ€gen zur Kranken- und Pflegeversicherung befreit waren. Zum 1. Mai 2010 hat die EU die Systeme der sozialen Sicherheit innerhalb der EuropĂ€ischen Union angeglichen. Demnach sind nun auch Auslandsrenten beitragspflichtig in der Kranken- und Pflegeversicherung. Darauf weist aktuell das Magazin „Öko Test“ hin.

Ende April wurde vom Bundestag und Bundesrat ein entsprechender Gesetzesentwurf verabschiedet, der diese Regelung der EU in das deutsche Sozialgesetzbuch integriert. Wer also eine Auslandsrente bezieht und bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichert ist, muss in Zukunft BeitrÀge zahlen.

Die Höhe der BeitrĂ€ge bei Auslandsrenten darf jedoch nicht die auf Inlandsrenten ĂŒbersteigen. Daher mĂŒssen Betroffene nur die HĂ€lfte des allgemeinen Beitragssatzes zahlen. Aktuell liegt dieser Wert bei 7,3 Prozent. Dies gilt auch fĂŒr freiwillig Versicherte.

Matratzen fĂŒr Allergiker

20. Juli 2011 Keine Kommentare

Matratze fĂŒr Allergiker

Matratze fĂŒr Allergiker

Die richtige Matratze ist Ă€ußerst wichtig, um sich nachts erholen und gut schlafen zu können. Der Markt an Matratzen ist groß und die Auswahl fĂ€llt oft sehr schwer. Es gibt fĂŒr jeden Geschmack und fĂŒr jeden Liegekomfort die richtige Matratze. Es gibt weichere und hĂ€rtere Matratzen, unterteilt in vier HĂ€rtebereiche und solche, die auf das Körpergewicht ausgerichtet sind. Zudem kann man die Matratze auch nach den Schlafgewohnheiten auswĂ€hlen.

Die gĂ€ngigsten Matratzen gibt es als Schaummatratzen, als Latexmatratzen oder als Federkern- oder Taschenfederkernmatratzen. Zudem gilt, dass die beste Matratze nichts taugt, wenn der Lattenrost schlecht ist. Also muss man auch hier auf hohe QualitĂ€t achten. Am besten ist, wenn man die Matratzen testet, um die beste herauszufinden. Auch eine gute Beratung ist nötig. Allerdings muss eine gute Matratze nicht zwangslĂ€ufig auch sehr teuer sein. Es gibt Modelle, die gut und gĂŒnstig sind. Informieren kann man sich am besten ĂŒber Testergebnisse von verschiedenen Matratzentypen. Auch bei Matratzen fĂŒr Allergiker gelten diese Richtlinien, zudem mĂŒssen aber noch weitere Aspekte beachtet werden.

Ist man Allergiker, meistens gegen Hausstaubmilben, muss man besonders darauf achten, dass man die richtige Matratze kauft, sodass man nachts einen erholsamen Schlaf findet. Ca. 10% aller Menschen leiden an einer Hausstauballergie und die Hausstaubmilben halten sich zum grĂ¶ĂŸten Teil in den Matratzen auf. Dies ist bedingt durch das warme und feuchte Klima. Sie ernĂ€hren sich hauptsĂ€chlich von Hautschuppen und Haaren des Menschen. So muss ein Allergiker besonders darauf achten, dass diese nicht in die Matratze gelangen können.

DafĂŒr kann jede Matratze ausgesucht werden. Es ist jedoch darauf zu achten, dass die Matratzen einen abnehmbaren und waschbaren Bezug haben. So kann man grundsĂ€tzlich wĂ€hlen zwischen einem abnehmbaren Naturhaarpolster oder einem abnehmbaren synthetischen Polster. In manchen FachgeschĂ€ften wird ein Waschservice angeboten, sodass man diese Arbeit als Allergiker nicht selber vornehmen muss. Wichtiger als die Matratze selbst, ist ein Matratzenbezug, der staubundurchlĂ€ssig und milbendicht sein.

Wichtig ist es zudem, dass das Bett so gut wie möglich belĂŒftet werden kann und der Matratze die Feuchtigkeit entzogen werden kann. Auch die BettwĂ€sche sollte hĂ€ufiger gewaschen werden. Auch sollte die Matratze tagsĂŒber nicht abgedeckt werden und alle StaubfĂ€nger sollten aus dem Schlafzimmer entfernt werden.

Die Übernahme der Kosten fĂŒr Allergikermatratzen durch die Krankenkassen, werden von Krankenkasse zu Krankenkasse unterschiedlich geregelt.

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Keine Familienversicherung fĂŒr Privatversicherte

18. Juli 2011 Keine Kommentare
cc by wikimedia/ Eric Ward

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Wer gesetzlich versichert ist, kann seine Kinder ĂŒber die Familienversicherung kostenlos mitversichern. Wer hingegen privat versichert ist, muss fĂŒr jedes seiner Kinder eine eigene kostenpflichtige Krankenversicherung abschließen. Daher kommt es immer wieder zu Diskussionen, nach denen die Familienversicherung auch bei Privatversicherten möglich sein sollte. Das Bundesverfassungsgericht hat dies jedoch erneut ausgeschlossen, indem es eine entsprechende Verfassungsbeschwerde gar nicht zur Entscheidung annahm, da sie unbegrĂŒndet sei.

In dem konkreten Fall ging es um eine Familie mit vier Kindern, bei der der Mann privat und die Frau gesetzlich versichert war. Man wollte die Kinder ĂŒber die Familienversicherung absichern, doch die Krankenkasse lehnte dies ab, da der Mann mehr als die Frau verdiene und ĂŒber der Entgeltgrenze (derzeit: 49.500 Euro jĂ€hrlich) lĂ€ge. In solchen FĂ€llen mĂŒssten die Kinder privat ĂŒber den Vater versichert werden.

Die Eltern empfanden dies als Ungleichbehandlung, denn ein unverheiratetes Paar hĂ€tte hier die Möglichkeit die Kinder ĂŒber die Familienversicherung anzumelden. Zudem wĂŒrden alle Steuerzahler den Zuschuss zur gesetzlichen Krankenversicherung zahlen, ĂŒber den unter anderem auch die Familienversicherung finanziert wĂŒrde.

Die Richter sahen dies jedoch anders: Es handele sich nicht um eine Ungleichbehandlung, da Ehepaare im Gegensatz zu unverheirateten Paaren andere Vorteile hĂ€tten und so in der Gesamtheit nicht benachteiligt sind. Zudem wĂ€re solch eine Regelung praktisch kaum umsetzbar, da stĂ€ndig geprĂŒft werden mĂŒsste, ob die eheĂ€hnliche Gemeinschaft noch besteht. Der Steuerzuschuss sei fĂŒr versicherungsfremde Leistungen im Allgemeinen gedacht und nicht explizit fĂŒr die Familienversicherung.

Weitere Fusionen von Krankenkassen: IKK classic und Gesundheitskasse SĂŒdwest entstehen

11. Juli 2011 Keine Kommentare
cc by flickr/ b_d_solis

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Die Lage der gesetzlichen Krankenkassen spitzt sich immer weiter zu, daher ist schon seit lĂ€ngerem klar, dass sich immer mehr Krankenkassen zusammentun mĂŒssen um sich wirtschaftlich halten zu können. SpĂ€testens nach der Schließung der City BKK wurde dies allen bewusst. So wurden in den vergangenen Tagen zwei weitere Fusionen beschlossen.

Zum einen werden sich ab dem 1. August 2011 die IKK classic und die Vereinigte IKK zusammentun. Sie werden ab diesem Zeitpunkt gemeinsam unter dem Namen IKK classic arbeiten und dann rund 3,5 Millionen Versicherte zu ihren Kunden zĂ€hlen. Damit gehört die IKK classic zu den grĂ¶ĂŸten Kassen Deutschlands. Bis zum Jahr 2013 verspricht man zudem keine ZusatzbeitrĂ€ge zu erheben.

Und noch eine weitere große Kasse entsteht: Zum ersten Mal fusionieren mit der IKK SĂŒdwest, der AOK Saarland und der AOK Rheinland-Pfalz drei Krankenkassen. Ab dem 1. Oktober 2011 werden sie unter dem Namen Gesundheitskasse SĂŒdwest agieren und 1,3 Millionen Mitglieder haben. Auch hier spricht man davon, dass man in Zukunft auf den Zusatzbeitrag verzichten werde. Was „in Zukunft“ aber genau heißt, wurde nicht nĂ€her erlĂ€utert.

Bundesversicherungsamt: Beitragssenkungen in gesetzlicher Krankenkasse nicht möglich

4. Juli 2011 Keine Kommentare
cc by flickr/ Images_of_Money

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In den Medien hörte man in letzter Zeit immer wieder, dass der Gesundheitsfonds in diesem Jahr ĂŒber eine Reserve von 6,9 Milliarden Euro verfĂŒgen wird. Schon preschten so manche vor und forderten Beitragssenkungen bei den gesetzlichen Krankenversicherungen. Doch diese Überlegungen sind wohl mehr als voreilig wie auch das Bundesversicherungsamt jĂŒngst betont.

FĂŒnf Milliarden Euro seien bereits verplant, wovon zwei Milliarden fĂŒr die HĂ€rtefallregelung bei ZusatzbeitrĂ€gen gebraucht werden. Die anderen drei Milliarden aus diesem Betrag seien die RĂŒcklagen, zu denen man gesetzlich verpflichtet sei. Zudem habe man im Gesundheitsfonds, der vom Bundesversicherungsamt verwaltet wird, immer noch ein Defizit von gut 2,5 Milliarden Euro, was man auch abbauen wolle.

Gleichzeitig wies man auch darauf hin, dass manche Krankenkassen am falschen Ende sparen wĂŒrden. In diesem Jahr werden gleichzeitig weitere Kassenfusionen erwartet, allein acht ZusammenschlĂŒsse sind aktuell offiziell in Planung. In der jetzigen Situation Beitragssenkungen zu fordern, schießt wohl mehr als an der RealitĂ€t vorbei.