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Archiv für Juni, 2011

DKV: Keine Billigtarife mehr

27. Juni 2011 Keine Kommentare
cc by flickr/ _Max-B

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Schon seit l├Ąngerem werden die sogenannten Billigtarife, die immer mehr private Krankenversicherungen anbieten, von Verbrauchersch├╝tzern kritisiert. Die Versicherer versuchen damit Neukunden anzulocken, doch verschweigen sie dabei gerne, dass schon nach kurzer Zeit die Tarife steigen. Die DKV hat nun offenbar erkannt, dass diese Praxis sowohl f├╝r die Mitglieder als auch die Versicherer selbst mit gro├čen Nachteilen verbunden sein kann.

So schafft die DKV als eine der wenigen privaten Krankenversicherungen ihre Billigtarife ab. Zum 1. Dezember dieses Jahres werden nur noch Premium- und Komforttarife angeboten. Die Billigtarife w├╝rden vor allem Selbstst├Ąndige mit niedrigem Einkommen anziehen. Schon nach kurzer Zeit k├Ânnten diese die steigenden Beitr├Ąge jedoch nicht mehr zahlen, so dass f├╝r beide Seiten Nachteile entstehen.

Solche Einsteigertarife k├Ânnen also mit erheblichen Leistungseinbu├čen einhergehen, was vielen Mitgliedern nicht bewusst ist. Das Modell w├╝rde nur in den wenigsten F├Ąllen funktionieren, da sich viele Kunden eher sinkende Beitr├Ąge erwarten, als dass die Kosten steigen. Dies ginge meist auch zu Lasten des Versicherungsschutzes. Mal sehen, ob diese Erkenntnis auch bald bei anderen privaten Krankenversicherungen ankommt.

Private Krankenversicherung: Studie zu Beitragserh├Âhungen

20. Juni 2011 Keine Kommentare
cc by flickr/ Public Domain Photos

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Privat versicherte Patienten haben in Deutschland beim Arzt so manche Vorteile, jedoch hei├čt dies nicht, dass sie sich deshalb auf der Sonnenseite des Lebens befinden. Wer ├╝ber einen Wechsel in die private Krankenversicherung nachdenkt, sollte sich im Klaren sein, dass dort jedes Jahr die Beitr├Ąge steigen k├Ânnen. Dies zeigt auch eine aktuelle Studie des Analysehauses Morgen & Morgen, wof├╝r ├╝ber 3.500 Tarife der privaten Krankenversicherungen ├╝ber f├╝nf und zehn Jahre hinweg ausgewertet wurden.

Im Schnitt zahlen Privatpatienten pro Jahr 4,9 Prozent mehr. Bei den sogenannten Top-Performern, also privaten Krankenversicherungen, deren Beitr├Ąge nur moderat steigen, liegen die Tarifsteigerungen durchschnittlich bei 2,8 Prozent.

Das Gegenteil sind die sogenannten Beitragss├╝nder. Hier erh├Âhen sich die Beitr├Ąge von Jahr zu Jahr im Schnitt um 7,6 Prozent, bei wenigen sogar im 12,7 Prozent. Bei der Studie zeigte sich zudem, dass das Mittelfeld dabei immer kleiner wird, das hei├čt, dass die Beitragssteigerungen bei den meisten Anbietern entweder niedrig oder stark ausfallen, dazwischen gibt es nur wenig.

Bevor man sich f├╝r eine private Krankenversicherung entscheidet, sollte man sich also unbedingt ├╝ber deren Beitragsentwicklung informieren. Dies umgehen die Anbieter nicht selten, indem sie einfach neue Tarife anbieten. Doch auch bei neuen Tarifen kann man Informationen ├╝ber die Entwicklung von Tarifen des Versicherern einholen, die nicht mehr angeboten werden.

Wartezeiten beim Arzt: Zweiklassenmedizin in Deutschland?

13. Juni 2011 Keine Kommentare
cc by Flickr/paulswansen

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Immer wieder h├Ârt man von der unterschiedlichen Behandlung von gesetzlich und privat versicherten Patienten. Doch herrscht diese Zweiklassenmedizin in Deutschland wirklich? Der BKK Bundesverband befragte dazu rund 6.000 Versicherte. Das Ergebnis zeigte, wie so manch einer wohl erwartet hat, einen Unterschied zwischen Kunden der privaten und der gesetzlichen Krankenversicherung, allerdings f├Ąllt dieser zumindest laut der Umfrage meist eher gering aus.

Privatpatienten warten demnach im Durchschnitt 21 Minuten bis sie beim Arzt drankommen, Kassenpatienten m├╝ssen sich 27 Minuten gedulden. L├Ąnger sieht die Wartezeit f├╝r einen Termin aus: W├Ąhrend Privatpatienten nach im Schnitt nach 14 Tagen einen Termin bekommen, erhalten Kassenpatienten diesen erst nach 20 Tagen.

Bei Patienten mit akuten Beschwerden w├╝rde dieser Unterschied allerdings wegfallen. Die Studie zeigte, dass diese immer z├╝gig behandelt werden und dies unabh├Ąngig von ihrer Versicherung. ├ťber zwei Drittel aller dringenden F├Ąlle w├╝rden noch am selben Tag behandelt.

2010 brachte jeder Kassenpatient Medikamente f├╝r fast 500 Euro!

8. Juni 2011 Keine Kommentare
cc by wikimedia/ Markus W├╝rfel

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Seit l├Ąngerem h├Ârt man von den steigenden Kosten im Bereich der Medikamente. Dies beweisen auch die Statistiken des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenversicherungen. Demnach haben die Kassen mit immer h├Âheren Kosten zu k├Ąmpfen.

Im Jahr 2010 bekam jeder gesetzlich-versicherte Patient im Schnitt Medikamente f├╝r 485 Euro verschrieben! So bel├Ąuft sich der Gesamtbetrag auf 34 Milliarden Euro f├╝r Medikamente im vergangenen Jahr!

Rund zehn Arzneimittel-Packungen erhielt jeder Deutsche auf Rezept, insgesamt also 693 Millionen. Dabei zeigte sich, dass es regionale Unterschiede gab. Am sparsamsten war man in Bayern, wo jeder Kassenpatient im Schnitt 443 Euro f├╝r Arzneimittel ausgab, am teuersten wurde das Ganze hingegen in Mecklenburg-Vorpommern mit Ausgaben von 599 Euro pro Kopf. Zu den Medikamenten zahlten die Deutschen ├╝brigens 1,9 Milliarden Euro dazu.

Verantwortungsvoll Grillen: So vermeiden Sie Unf├Ąlle im Urlaub und zuhause

4. Juni 2011 Keine Kommentare

Alle Jahre wieder mit steigenden Temperaturen beginnt die Grillsaison. Das Grillen mit dem Holzkohlegrill ist eines der beliebtesten Freizeitvergn├╝gen. Ob im Urlaub oder Zuhause auf Balkon, Terrasse oder im Garten, gegrillt wird ├╝berall, wo sich Menschen in geselliger Runde zusammen finden. Damit das Grillvergn├╝gen nicht in einem Fiasko endet m├╝ssen unbedingt einige Sicherheitshinweise beachtet werden.

Das beginnt schon bei der Auswahl und dem Kauf des Grills. Deshalb sollte der Grill der DIN EN 1860-1 entsprechen und ├╝ber das Siegel f├╝r Gepr├╝fte Sicherheit verf├╝gen. Jedes gute Versandhaus oder jeder Baumarkt weise ihre Ger├Ąte dementsprechend aus.

Grillen darf man nur im Freien, auf Privatgrundst├╝cken und speziell f├╝r das Sommervergn├╝gen eingerichteten Grillpl├Ątzen. Wildes Campen und Grillen in Parks auf Wiesen, im Wald oder am Seeufer sind verboten, auch auf Privatgrundst├╝cken, die in unmittelbarer N├Ąhe zu Waldgebieten liegen.

Immer wieder kommt durch unsachgem├Ą├čen Umgang zu Grillunf├Ąllen. Daher sollte der Grill stabil und fest zusammengebaut sein. Ebenso muss er auf einem befestigten und ebenen Untergrund aufgestellt werden, der einen Sicherheitsabstand (mind. 2 bis 3 Meter) zu brennbaren Materialien gew├Ąhrleistet. Der geeignete Grillplatz ist windgesch├╝tzt um Funkenflug zu vermeiden. Auch sollte die Rauchentwicklung keine Bel├Ąstigung anderer Menschen darstellen. Vorsorglich sollte ein Eimer Wasser, Sand oder ein Feuerl├Âscher in greifbarer N├Ąhe bereitgestellt sein.
Das Anz├╝nden der Holzkohle erfolgt mit einem ungef├Ąhrlichen und sicherheitsgepr├╝ften handels├╝blichen Grillanz├╝nder.

Holzkohle und Anz├╝nder sollten der DIN EN 1860-3 bzw. der DIN EN 1860-2 entsprechen. Benzin, Spiritus oder Petroleum sind keine geeigneten Grillanz├╝nder und d├╝rfen nicht verwendet werden. Sie k├Ânnen sich explosionsartig entz├╝nden, mit Stichflammenbildung und einer R├╝ckz├╝ndung, und stellen somit eine gro├če Gefahrenquelle dar. Synthetische Kleidung, die in der Regel einen niedrigen Flammpunkt hat sollte auch nicht getragen werden. Besonders, wenn Kinder am Grillvergn├╝gen teilnehmen ist gr├Â├čte Vorsicht geboten. Daher sollte man die Kinder und den Grill niemals aus den Augen lassen. Generell darf der Grill nie unbeaufsichtigt betrieben werden. Asche und R├╝ckst├Ąnde m├╝ssen wegen der drohenden Brandgefahr vollst├Ąndig erkalten, ehe sie entsorgt werden k├Ânnen. Sollte es trotz aller Sorgfalt zu Verbrennungen oder einem Brand kommen ist sofort der Notruf 112 zu verst├Ąndigen.

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