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Archiv für Februar, 2011

Stiftung Warentest: Tipps zum Wechsel der privaten Krankenversicherung

28. Februar 2011 Keine Kommentare
cc by flickr/ mateoutah

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Ob man nun von der gesetzlichen zur privaten Krankenversicherung oder einfach innerhalb des Systems zu einem anderen Anbieter der privaten Krankenversicherung wechseln m√∂chte, bestimmte Punkte sollte man bereits im Vorfeld beachten. Was dabei besonders wichtig ist, verr√§t die Stiftung Warentest in der aktuellen Ausgabe ihrer Verbraucherzeitschrift ‚ÄěFinanztest‚Äú.

Zum einen sollte man bedenken, dass bei der privaten im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung alle Familienmitglieder einzeln versichert werden m√ľssen. Eine Familienversicherung, bei der Kinder oder auch unter bestimmten Voraussetzungen der Ehepartner kostenlos mitversichert sind, gibt es hier nicht. Besonders bei Familien mit mehreren Kindern kann dieser Umstand schnell zu einer Kostenfalle werden.

Desweiteren berechnet die private Krankenversicherung die Beitr√§ge anhand des Alters und des Gesundheitszustands. Es kommen also in den meisten F√§llen erneut Gesundheitsfragen auf einen zu. Ist die eigene Gesundheit nicht optimal drohen Pr√§mienaufschl√§ge, die schnell teuer werden k√∂nnen. Im ung√ľnstigsten Fall kann man sogar abgelehnt werden. Die erw√§hnten Aufschl√§ge sind nicht bei allen Anbietern gleich, weshalb ein Vergleich im Internet sehr sinnvoll ist.

Jeder, der einen Wechsel anstrebt, muss au√üerdem die Beitragsentwicklung der Anbieter im Auge haben, denn nur wenige k√∂nnen mit Beitragsstabilit√§t punkten. Hierf√ľr empfehlen sich Rating-Agenturen wie map-Report oder Assekurata.

Basistarif der privaten Krankenversicherungen: Patienten kann Behandlung verweigert werden

21. Februar 2011 Keine Kommentare
cc by wikimedia/ Eveline de Boer

cc by wikimedia/ Eveline de Boer

Viele privat Versicherte haben sich lediglich f√ľr den Basistarif entschieden. Dieser ist zum einen nat√ľrlich g√ľnstig, sichert aber gleichzeitig nur die medizinische Grundversorgung ab. Zus√§tzliche Leistungen m√ľssten extra hinzugew√§hlt werden.

Auf eine Anfrage der Fraktion Die Linke bez√ľglich der √§rztlichen Versorgung der B√ľrger musste die Bundesregierung nun einr√§umen, dass unter Umst√§nden Privatpatienten, die nur im Basistarif versichert sind, die Behandlung verweigert werden k√∂nne und dies trotz regelm√§√üiger Beitragszahlungen.

Der Grund daf√ľr ist, dass bisher nur vier der 17 Kassen√§rztlichen Vereinigungen mit den √Ąrzten entsprechende Vertr√§ge abgeschlossen bzw. entsprechende Regelungen in den Satzungen umgesetzt haben. Der Sprecher der Bundesregierung betonte jedoch, dass man nicht davon ausgehe, dass Patienten nicht behandelt werden w√ľrden. Nat√ľrlich gebe es Einzelf√§lle, jedoch sei nicht mit einem Massenph√§nomen zu rechnen. In K√ľrze wolle man die fehlenden Vereinbarungen nachholen. Na dann, hoffen wir das Beste!

Weitere Beitragssteigerungen in der privaten Krankenversicherung in den kommenden Jahren

14. Februar 2011 Keine Kommentare
cc by flickr/ Gunnar Wrobel

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In den vergangenen letzten Jahren hatten die meisten privat Versicherten mit stetig wachsenden Beiträgen zu kämpfen. Auch 2011 hatten viele Versicherer ihre Beiträge angehoben. Laut Experten wird dieser Trend so weitergehen. Eine Verbesserung der Lage ist also nicht in Sicht.

Als einen Grund daf√ľr sehen die privaten Krankenversicherungen, dass immer weniger Versicherungsnehmer sich f√ľr g√ľnstige Tarife mit Selbstbehalt oder Beitragsr√ľckerstattungen entscheiden. Die Krankenversicherung muss hier im Leistungsfall den vollen Betrag zahlen, was h√∂here Kosten verursacht.

Dies f√ľhren manche auf das 2009 verabschiedete B√ľrgerentlastungsgesetz zur√ľck, nach dem Steuerzahler s√§mtliche Beitr√§ge zur Krankenversicherung, die das existenznotwendige Versorgungsniveau sicher stellen, von der Steuer absetzen k√∂nnen. Der Selbstbehalt kann hier jedoch nicht geltend gemacht werden, was dazu f√ľhrt, dass viele sich nicht mehr f√ľr solche Tarife entscheiden. In vielen anderen Bereichen steigen zudem kontinuierlich die Kosten, so dass man in der privaten Krankenversicherung weiterhin nicht um Beitragserh√∂hungen herumkommen wird.