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Archiv für Januar, 2011

map-Report: Debeka in diesem Jahr Testsieger bei privaten Krankenversicherungen

31. Januar 2011 Keine Kommentare
cc by flickr/ Max Braun

cc by flickr/ Max Braun

Seit dem Jahr 1990 vergleichen Experten fĂŒr den sogenannten map-Report private Krankenversicherungen um einen kleinen Überblick ĂŒber die Vielzahl der Tarife zu bieten. In diesem Jahr wurden 16 von 40 privaten Krankenversicherungen gestestet. Das diesjĂ€hrige Ergebnis wird vielleicht den einen oder anderen ĂŒberraschen.

Testsieger waren nÀmlich die Debeka, die DKV und die R+V Versicherung, welche jedoch inzwischen zum Verband der DKV gehört. Diese drei gehörten jedoch zu den ersten, die in diesem Jahr ihre BeitrÀge stark erhöhten. Anhand dieses Tests zeigt sich, dass bei der Wahl der privaten Krankenversicherung eben nicht nur der Preis alleine entscheidend ist, sondern auch der Service und die Bilanzen des Versicherers.

In den beiden letzten Punkten unterscheiden sich die Anbieter am meisten. Die drei Testsieger konnten in diesen Bereichen jedoch punkten und landeten deshalb so weit vorne. In diesem Jahr wurde auch die private Krankenversicherung der Allianz untersucht, welche zum ersten Mal ihre Daten zum Test zur VerfĂŒgung stellte.

Verbraucher sollten nun jedoch nicht anhand des Ergebnisses des map-Reports zu den Testsiegern wechseln, denn vielleicht ist der Tarif, den man individuell benötigt bei einer anderen Versicherung gĂŒnstiger. Die Wahl der privaten Krankenversicherung hĂ€ngt von den ganz persönlichen MaßstĂ€ben und BedĂŒrfnissen ab. Ein genereller Wechsel in die private Krankenversicherung sollte noch besser ĂŒberlegt werden, denn diesen Schritt geht man in seinem Leben normalerweise nur einmal und in die gesetzlichen Krankenversicherung kann man nur in den wenigsten FĂ€llen wieder zurĂŒck.

Hartz IV: Jobcenter muss vollen Beitrag zur privaten Krankenversicherung zahlen

24. Januar 2011 Keine Kommentare
cc by wikimedia/ Bettenburg

cc by wikimedia/ Bettenburg

In diesem Jahr wurde der Wechsel in die private Krankenversicherung noch leichter gemacht. Anderen Berufsgruppen steht dies noch leichter zu. Doch wer sich einmal fĂŒr die private Krankenversicherung entschieden hat, kann gar nicht mehr bzw. manchmal nur schwer wieder in die gesetzliche Krankenversicherung zurĂŒckkehren.

Wer nun arbeitslos wird und Hartz IV bezieht, muss also in der Regel trotzdem privat versichert bleiben. Das Jobcenter bezahlt jedoch fĂŒr alle Versicherten nur den Grundbeitrag (129,54 Euro) der gesetzlichen Krankenversicherung. Der Beitrag zum Basistarif in der privaten Krankenversicherung ist jedoch alleine schon höher.

Privat versicherte Hartz-IV-EmpfÀnger mussten also bisher die Differenz selbst ausgleichen. Ein aktuelles Urteil des Bundessozialgerichts hebt nun aber diese Praxis auf. Das Jobcenter ist ab jetzt dazu verpflichtet, auch privat Versicherten den vollen Beitrag zur Krankenversicherung zu bezahlen. Experten rechnen damit, dass rund 23.000 Hartz-IV-EmpfÀnger von diesem Urteil profitieren werden.

Vorsicht bei Kassenwechsel und laufenden Behandlungen!

17. Januar 2011 Keine Kommentare
cc by wikiHow/ Sophie Caley

cc by wikiHow/ Sophie Caley

Viele Versicherte fĂŒrchten sich vor dem Zusatzbeitrag der gesetzlichen Krankenversicherungen. Die meisten Kassen verzichten jedoch zunĂ€chst darauf. Ist man aber bei einer Kasse versichert, die einen Zusatzbeitrag erhebt, hat man als Kunde ein SonderkĂŒndigungsrecht.

Da die meisten Krankenkassen Ă€hnliche Leistungen anbieten, scheint dies fĂŒr viele sinnvoll. Nachdem man schriftlich ĂŒber den Zusatzbeitrag informiert wurde, kann man bis zur ersten FĂ€lligkeit kĂŒndigen und muss dann auch nicht die sonst obligatorische 18-monatige Mindest-Mitgliedschaft erfĂŒllen. Die Kasse ist verpflichtet, innerhalb von 14 Tagen eine KĂŒndigungsbestĂ€tigung zu schicken. Diese legt man nun der neuen Krankenkasse vor. Gesetzliche Krankenversicherungen mĂŒssen jeden Patienten aufnehmen. Um eine Ablehnung muss man sich also keine Sorgen machen.

Den Wechsel sollte man, wie hier bereits berichtet, jedoch nicht ĂŒberstĂŒrzen: Zum einen weiß man nicht, ob und wann die neue Kasse nicht auch den Zusatzbeitrag einfĂŒhrt und zum andere sollte der Kunde besonders vorsichtig sein, wenn er gerade mitten in einer Behandlung steckt oder einer Pflegestufe zugeteilt ist:

Bei einem Wechsel kann die neue Kasse solche UmstĂ€nde erneut prĂŒfen. Das heißt, laufende Behandlungen werden noch einmal auf ihre medizinische Notwendigkeit geprĂŒft und hinsichtlich der Pflegestufe kann der Medizinische Dienst der Krankenkassen einem einen neuen Besuch abstatten und die Lage prĂŒfen. Eventuell ergeben sich darauf Nachteile fĂŒr den Versicherten, mit etwas GlĂŒck aber auch Vorteile, je nach neuer EinschĂ€tzung.

Ombudsmann: StreitfÀlle um private Krankenversicherung auf Rekordwert

10. Januar 2011 Keine Kommentare
cc by flickr/ ernstl

cc by flickr/ ernstl

Immer hĂ€ufiger werben in letzter Zeit private Krankenversicherungen damit eine gĂŒnstige Alternative zur gesetzlichen Krankenkasse zu sein. Aufgrund der gestiegenen Kosten in der gesetzlichen Krankenversicherung haben viele Kunden nun auch noch von ihrem SonderkĂŒndigungsrecht Gebrauch gemacht und sind in die private Krankenversicherung gewechselt.

Leider kommt es immer wieder vor, dass sich viele vor einem Wechsel nicht ausreichend informieren. So hat die private Krankenversicherung aktuell mit Àhnlichen Problemen wie die gesetzliche zu kÀmpfen.

Im Jahr 2010 erreichte die Anzahl der StreitfĂ€lle beim Ombusmann der privaten Krankenversicherungen einen Rekordwert. Über 6.000 FĂ€lle wurden gemeldet. Dabei drehten sich die meisten Beschwerden um Sparmaßnahmen der privaten Krankenversicherungen. FĂŒr viele Leistungen, die frĂŒher noch ĂŒbernommen wurden, wird nun nicht mehr gezahlt.

Auch Mitarbeiter werden in diesem Zuge nicht selten reduziert, weshalb das noch vorhandene Personal mit der Verwaltung ĂŒberlastet ist. AntrĂ€ge werden daher erst spĂ€t bearbeitet und Versicherte mĂŒssen hĂ€ufig lange auf ihre Kostenerstattung warten.

Der Ombudsmann rĂŒgt außerdem einige Versicherungsvermittler, die ihren Kunden VertrĂ€ge als unverbindliche Angebote verkaufen oder zu frĂŒh zu einem Wechsel raten ohne die zukĂŒnftigen Kosten zu kennen. Bei einem Wechsel in die private Krankenversicherung ist es also wichtiger denn je, Angebote genau zu vergleichen und sich Rat bei zum Beispiel der Stiftung Warentest einzuholen.

Beitragssteigerung der gesetzlichen Krankenkassen: Auch Studenten zahlen mehr

9. Januar 2011 Keine Kommentare
cc by flickr/ Nice-Pic

cc by flickr/ Nice-Pic

Im Zuge der Gesundheitsreform erhöhen sich die KassenbeitrĂ€ge in diesem Jahr von bisher 14.9% auf 15,5%. FĂŒr Arbeitnehmer handelt es sich um eine Mehrbelastung von 0,3%, da diese 8,2% tragen und der Arbeitgeber die restlichen 7,3%. Allerdings wird der Arbeitgeberanteil eingefroren, das heißt alle weiteren Beitragssteigerungen mĂŒssen die Arbeitnehmer selbst tragen.

Diese Erhöhung hat auch Auswirkungen auf die gesetzliche Krankenversicherung von Studenten. Bisher zahlten diese bis zum Erreichen des 14. Fachsemesters oder bis zur Vollendung des 30. Lebensjahrs den einheitlichen Beitrag von 53,40 Euro im Monat.

Ab 2011 werden die BeitrĂ€ge auf 55,55 Euro monatlich angehoben. Dies war aber noch nicht alles. Zum Sommersemester steigt er noch einmal und zwar auf 64,77 Euro! Wer sich also im letzten Jahr ĂŒber die Erhöhung des Bafögs gefreut hat, bei der der Höchstsatz auf 670 Euro angehoben wurde, verliert genau dieses Plus wieder. Die durchschnittlichen Mehreinnahmen von 13 Euro im Monat fĂŒr jeden Studenten, der Bafög bezieht, fließen also bald wieder komplett in die Krankenkasse.

Alle, die sich damit nicht abfinden möchten, haben die Möglichkeit von ihrem SonderkĂŒndigungsrecht Gebrauch zu machen. Ein Wechsel in die private Krankenversicherung ist nun auch einfacher, jedoch sollte man hier nicht auf zunĂ€chst niedrig erscheinende Angebote hereinfallen und sich vor einem Wechsel gut beraten lassen.