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Archiv für November, 2010

Private Krankenversicherung: Mini-Tarif f├╝r s├Ąumige Zahler im Gespr├Ąch

29. November 2010 Keine Kommentare
cc by wikimedia/ Nino Barbieri

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Die Krankenversicherungen haben aktuell ja sehr mit den Kosten zu k├Ąmpfen. Doch nicht nur steigende Kosten f├╝r Medikamente, ├ärzte-Honorare und Co. machen ihnen zu schaffen. Einen gro├čen Teil machen auch Versicherte aus, die ihre Beitr├Ąge nicht zahlen.

Die private Krankenversicherung berichtet von R├╝ckst├Ąnden in H├Âhe von 209 Millionen Euro, die alleine f├╝r das Jahr 2009 nicht gezahlt wurden. Die gesetzlichen Krankenkassen beklagen sogar 630 Millionen Euro zu wenig f├╝r 2009.

Das Problem wird noch erh├Âht, da solche s├Ąumigen Zahler nicht einfach gek├╝ndigt werden d├╝rfen. Seit April 2007 d├╝rfen gegen Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung keine K├╝ndigungen ausgesprochen werden und seit Januar 2009 m├╝ssen Versicherte, die nicht zahlen, bei der privaten Krankenversicherung mindestens im Basistarif weiter versichert bleiben.

Die privaten Krankenversicherer diskutieren daher aktuell ein Modell, das sie fl├Ąchendeckend einf├╝hren wollen. Dabei handelt es sich um einen Mini-Tarif, wie ihn beispielsweise auch schon die HanseMerkur anbietet. Zahlt der Versicherte zwei Monate lang nicht und eine Mahnung bleibt ohne Erfolg, wird er in einen Tarif herabgesetzt, der sogar weniger Leistungen als der Basistarif umfasst. Hier werden nur f├╝r einen absoluten Notfall, wie eine lebensnotwendige Behandlung oder eine Geburt, die Behandlungskosten ├╝bernommen.

Urteil: Krankenkasse ist zur Auskunft ├╝ber Leistungen verpflichtet

22. November 2010 Keine Kommentare
cc by flickr/ Waldo Jaquith

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Im regul├Ąren Behandlungsablauf erf├Ąhrt man als gesetzlich Versicherter nicht automatisch, welche Leistungen nun genau f├╝r einen abgerechnet wurden. Beim Arzt selbst kann man sich dar├╝ber jedoch auf Anfrage eine Quittung ausstellen lassen. Zu genauen Angaben sind auch die gesetzlichen Krankenkassen laut einem aktuellen Urteil verpflichtet.

In dem konkreten Fall wollte ein Mann eine Berufsunf├Ąhigkeitsversicherung abschlie├čen und daf├╝r ben├Âtigte er eine Auskunft seiner Krankenkasse ├╝ber die Leistungen, die f├╝r ihn in den letzten vier Jahren abgerechnet wurden. Die Kasse weigerte sich jedoch mit der Begr├╝ndung, er sei nicht berechtigt solche Informationen zu verlangen. Stattdessen bekam er lediglich eine Versichertenauskunft f├╝r das letzte Jahr, was dem Anbieter der Berufsunf├Ąhigkeitsversicherung wiederum nicht gen├╝gte.

Die Richter sahen den Fall anders als die Krankenkasse: Versicherte haben einen grunds├Ątzlichen Auskunftsanspruch. Der einzige Grund f├╝r eine Ablehnung sei, dass der personelle Aufwand f├╝r die verlangten Informationen zu gro├č ist, was bei einer einfachen Auskunft ├╝ber die Leistungsabrechnungen aber wohl eher weniger der Fall ist.

Stiftung Warentest: Vergleich von Krankenzusatzversicherungen lohnt sich

15. November 2010 Keine Kommentare
cc by flickr/ svensonsan

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Nicht selten haben privat Versicherte gegen├╝ber gesetzlich Versicherten gewisse Vorteile. Gesetzlich Versicherte m├╝ssen h├Ąufig l├Ąnger auf Termine warten und sind zum Beispiel bei der Arztwahl im Krankenhaus nicht wirklich frei. Jedoch m├╝ssen sich Kassenpatienten nicht zwangsl├Ąufig damit abfinden. Durch Krankenzusatzversicherungen haben sie die M├Âglichkeit auf erweiterte und meist bessere Leistungen.

Zu diesem Zweck hat sich die Stiftung Warentest einige Angebote der Zusatzversicherungen genau angesehen und dabei erhebliche Unterschiede festgestellt. Verglichen wurden Preis, Leistung und der Service der Anbieter. Generell gibt es Bestandteile, die jede Police enth├Ąlt, jedoch vor allem im Leistungskatalog unterscheiden sich die Angebote.

Dabei gilt nicht unbedingt, je teurer die Versicherung, desto besser die Leistungen. Die Tester konnten durchaus g├╝nstige Tarife mit umfangreichen Leistungen finden. Dabei lassen sich laut Stiftung Warentest zum Teil bis zu 30% sparen. Vergleichen lohnt sich hier also allemal! Schlecht schnitt bei fast allen Versicherern der Service ab. Die Kunden werden oft nur standardisiert beraten und es wird zu wenig auf individuelle Bed├╝rfnisse und Situationen eingegangen.

Wer eine Krankenzusatzversicherung abschlie├čen m├Âchte, sollte also sich im Vorfeld selbst genau informieren und abw├Ągen, welche Leistungen man pers├Ânlich wirklich braucht. Online kann man die Angebote inzwischen ganz leicht vergleichen.

Allianz mit neuen Krankenversicherungstarifen zur├╝ck

8. November 2010 Keine Kommentare
cc by wikimedia/ GeorgHH

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Die Aktimed-Tarife der Allianz Krankenversicherung waren eine Zeit lang sehr beliebt bei den Kunden. Jedoch erhob die Allianz dann f├╝r Altkunden, die in einen anderen Tarif wechseln wollten, einen Zuschlag von meist 20%. Dies erkl├Ąrte das Bundesverwaltungsgericht im Juni dieses Jahres f├╝r unzul├Ąssig und die Allianz musste die Aktimed-Tarife vorerst einstellen.

Mehrere Monate hat man sich nun Zeit gelassen die Tarife neu zu ├╝berarbeiten. Nun kehrt Aktimed also wieder zur├╝ck. Laut der Allianz haben Altkunden, die den Zuschlag damals zahlen mussten, diesen wieder zur├╝ckgezahlt bekommen. Diese sollten sich nun am besten informieren, ob die neuen Tarife f├╝r sie g├╝nstiger sind.

Die Stiftung Warentest empfiehlt hier ausdr├╝cklich einen Vergleich und bei Bedarf einen Tarif-Wechsel. Dazu muss man jedoch ganz genau die Beitragss├Ątze miteinander vergleichen. Laut Gesetz haben alle Privatversicherten das Recht in g├╝nstigere Tarife ihres Anbieters zu wechseln. Jedoch weisen die Versicherer ihre Kunden darauf meist nicht hin. Man muss sich also selbst informieren!

Reisekrankenversicherung

1. November 2010 Keine Kommentare

Der Urlaub ist f├╝r die meisten von uns die sch├Ânste Zeit des Jahres. Wer denkt hier schon an Krankheiten oder Unf├Ąlle? Doch schnell kann solches auch im Urlaub passieren, egal ob beim Citytrip oder Sporturlaub zum Laufen in den Alpen. Hat man hier nicht vorgesorgt, ist dies schnell mit sehr hohen Kosten verbunden und aus dem Urlaub wird ein Alptraum.

Dass dies nicht geschieht, sollte man eine Reisekrankenversicherung abschlie├čen. Diese sorgt auch im Urlaub daf├╝r, dass Behandlungskosten und Co. ├╝bernommen werden. Im Ausland wird man meist als Privatpatient behandelt und muss daher fast alles aus eigener Tasche bezahlen. Die gesetzliche Krankenversicherung ├╝bernimmt nur einen kleinen Teil dieser Kosten und dies auch nur, wenn der Auslandskrankenschein in dem jeweiligen Land akzeptiert wird. Dies ist nur in L├Ąndern der Fall, die mit Deutschland ein Sozialversicherungsabkommen haben.

Mit der Reisekrankenversicherung muss man sich keine Sorgen machen, denn sie erstattet einem die Kosten f├╝r Arzneien und Verbandsmittel, kommt f├╝r einen Teil der Zahnbehandlungskosten auf, garantiert freie Arzt- und Krankenhauswahl und ├╝bernimmt die Kosten f├╝r einen Transport mit dem Rettungsdienst, einen m├Âglichen R├╝cktransport nach Hause, Rettungs- und Bergungsaktionen und die ├ťberf├╝hrungskosten im Todesfall.

Auch die private Versicherung kommt hier nicht f├╝r alle Kosten auf, weshalb besonders Leute, die h├Ąufiger im Ausland Urlaub machen, sich den Abschluss einer Reisekrankenversicherung ├╝berlegen sollten. Diese kann man f├╝r eine Urlaubsreise abschlie├čen, aber auch f├╝r das ganze Jahr. Den g├╝nstigsten Tarif findet man leicht durch einen Vergleich im Internet.

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