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Archiv für Oktober, 2010

Wird die private Krankenversicherung teurer?

25. Oktober 2010 Keine Kommentare

In letzter Zeit hat man viel über Beitragserhöhungen bei der gesetzlichen Krankenversicherung gehört, doch auch die privaten Krankenversicherungen haben die Krise nicht unbeschadet überstanden. Die „Financial Times Deutschland“ berichtete nun, dass im kommenden Jahr die privaten Krankenversicherungen ebenfalls höhere Beiträge verlangen müssten.

Dies läge vor allem an den niedrigen Marktzinsen. Die deutschen Krankenversicherer müssen aus einem Teil ihrer Einnahmen Rücklagen bilden, die momentan bei 144 Milliarden Euro liegen. Den Zinssatz hierfür legt das Bundesfinanzministerium fest. Seit bereits 50 Jahren liegt dieser Höchstrechnungszinssatz bei 3,5% und wird von allen Krankenversicherern zugesagt.

Jedoch seien die Kosten im Gesundheitswesen in den letzten Jahren enorm gestiegen und steigen auch weiterhin an. Die bisherigen Rücklagen reichen laut „Financial Times Deutschland“ nun nicht mehr aus, weshalb man 2011 mit einer Prämienerhöhung in Höhe von 6 bis 8% rechnen müsse. Hinzu kämen zudem noch die normalen Beitragsanpassungen. Die Preise müssten nun also erhöht und die Rückstellungen gestärkt werden.

Gesundheit geht vor – aber wie viel kostet sie?

24. Oktober 2010 Keine Kommentare

Der Krankenversicherungsrechner im Internet fragt die wichtigsten Daten von einem Interessenten ab, wie sie auch eine Krankenversicherung selbst bräuchte: Wie alt ist der mögliche Kunde? Wessen Geschlecht ist er? Geht er einer Beschäftigung mit Angestellten-, Beamtenstatus oder mit Selbständigencharakter nach? Nach diesen Eingaben vergleicht das Computerprogramm flächendeckend viele Anbieter aus dem Bundesgebiet und gibt einen Einblick darĂĽber, wie hoch die Tarife fĂĽr eine Krankenversicherung bei den einzelnen Versicherungsgesellschaften wären. Hier kann es tatsächlich zu Unterschieden kommen, denn regional kann es Anbieter geben, die stark in ihren Preisen und auch in ihrer Leistung schwanken; in so einer Datenbank kann man auch die Konditionen von Betriebskrankenkassen den “groĂźen” Anbietern gegenĂĽberstellen.

Ein Vorteil fĂĽr den Interessenten besteht darin, dass er bei einer Eingabe in diese Datenbank selbst eingeben kann, was er von einer Versicherung verlangen wĂĽrde. WĂĽnscht er Selbstbeteiligung im Krankheitsfall? FĂĽr wieviele Monate Lohnfortzahlung? Wählt er die Option “Chefarzt” oder “Krankenhaustagegeld” in einer bestimmten Höhe? Hat man noch einen Ehepartner oder auch eigene Kinder mitzuversichern? Diese und andere Fragen sind hier eine Grundlage, um dem Kunden einen grundsätzlichen Ăśberblick zu verschaffen. Es wird empfohlen, dass sich jeder Interessierte durchaus eine gewisse Zeitlang mit einem Krankenversicherungsrechner beschäftigt: Nur so kann man durch unterschiedliche Eingaben (Höhe des Krankenhaustagegeldes etc.) auch unterschiedliche Monatsbeiträge angezeigt bekommen – und Informationen sammeln, die zu einem verantwortungsvollen Urteil fĂĽhren.

Meist sind die Rechner noch spezialisiert, je nach Berufsgruppe, also fĂĽr Studenten, Beamte oder Angestellte und nach gesetzlicher Krankenversicherung (GKV-Rechner) oder private Krankenversicherung (PKV-Rechner).

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Stiftung Warentest nimmt Krankenkassentarife mit Selbstbehalt unter die Lupe

18. Oktober 2010 Keine Kommentare

Fast alle Krankenkassen bieten inzwischen neben den herkömmlichen Tarifen auch welche mit Selbstbehalt an. Dabei erhält man pro Jahr eine gewisse Prämie, trägt dafür jedoch einen bestimmten Teil der Behandlungskosten beim Arzt selbst. Wer also in dem entsprechenden Jahr nicht zum Arzt muss, erhält einen Teil seiner Beiträge zurück. Diese Prämie vermindert sich je häufiger man zum Arzt muss, ausgenommen sind Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen. An diesen Wahltarif ist man in der Regel drei Jahre lang gebunden.

Die Stiftung Warentest hat sich 25 dieser Krankenkassentarife mit Selbstbehalt näher angesehen und rät den meisten Versicherten davon ab. Vor allem für Familien und Menschen, die regelmäßig zum Arzt müssen, lohnen sich die Tarife nicht. Zudem weiß man nie, ob man nicht in den kommenden drei Jahren schwerer erkrankt oder eben nicht. Die Kosten und der Nutzen sind daher nicht vorauszusehen.

Es kann sein, dass man in den drei Jahren über 1.000 Euro von der Krankenkasse zurückbekommt, wird man jedoch krank schmälert sich die Prämie und der Selbstbehalt für die Behandlungen wird größer. In diesem Fall kann es sogar zu einem Verlustgeschäft führen. In diesem Zusammenhang fürchten die Experten auch, dass manche nicht zum Arzt gehen, obwohl sie es müssten, da sie sich die Kosten sparen möchten und auf ihre volle Prämie hoffen. Wer sich genau über solche Wahltarife mit Selbstbehalt informieren möchte, kann dies auf der Seite der Stiftung Warentest tun.

Private Krankenversicherung: Behandlung vom Chefarzt wird selten umgesetzt

11. Oktober 2010 Keine Kommentare

Die privaten Krankenversicherungen werben nur allzu gerne mit zusätzlichen Leistungen wie einer Behandlung durch den Chefarzt. Doch genau vor diesem teuren Extra warnen in letzter Zeit immer mehr Experten.

Es kommt in Deutschland offenbar nicht selten vor, dass der Versicherte zwar brav seine Prämie zahlt, jedoch im Ernstfall dann nicht vom Chefarzt behandelt wird. Es werden Stellvertreter ernannt oder in der Rechnung Behandlungen als vom Chefarzt ausgefĂĽhrt deklariert, obwohl dies nicht der Fall war. Diese kann man dann natĂĽrlich ungefähr dreimal so hoch abrechnen…

Meist bekommen die Patienten die Chefärzte gar nicht zu Gesicht, da sie auf Reisen sind oder ähnliches. Trotz allem sollen sie jedoch dafür zahlen! Kliniken und private Krankenversicherungen verdienen dadurch dazu und das auf Kosten der Versicherten, ohne dass sie eine Leistung dafür bekommen hätten. Inzwischen raten sogar viele Versicherungsmakler vom Zusatz Chefarzt-Behandlung ab.

Wer dieses Extra gewählt hat oder vorhat es zu nehmen, sollte sich im Vorfeld genau informieren und überlegen, ob es überhaupt Sinn macht.

Experten raten auch bei Urlaub in der EU zu Auslandskrankenversicherung

4. Oktober 2010 Keine Kommentare

Nicht selten denken Urlauber im Vorfeld nicht darĂĽber nach, dass man am Urlaubsort auch krank werden oder gar einen Unfall erleiden kann. Und wenn doch, gehen nicht wenige davon aus, dass man bei einem Auslandsurlaub innerhalb der EU durch die normale Krankenversicherung abgedeckt ist. Dies ist leider jedoch nur selten der Fall.

Daher raten Experten Urlaubern dazu, in jedem Fall eine Auslandskrankenversicherung (AKV) abzuschließen. Diese kostet einen Single meist nur fünf Euro und eine Familie bis zu 40 Euro, kann einen im Ernstfall jedoch vor einem finanziellen Schaden in der Höhe von mehreren tausend Euro absichern.

Muss man dann als Tourist in ein Krankenhaus, rechnet meist die AKV direkt mit der Klinik ab. Hierfür sollte man die Versicherungsnummer und die Rufnummer der AKV stets parat haben. Lässt man sich ambulant behandeln, zahlt man erst einmal selbst, reicht zuhause die Rechnung bei der AKV ein und erhält das Geld dann zurück. Dabei ist vor allem darauf zu achten, dass die Arztrechnung den Namen des Behandelten, Datum, Grund und Preis der Behandlung enthält. Vorsicht beim Zahnarzt: Hier werden nur manche Leistungen erstattet!

Gibt es Streit um Abrechnungen mit der AKV, können Betroffene sich an die Unabhängige Patientenberatung Deutschland wenden. Zudem sollte man sich Gedanken über eine Reiseabbruchversicherung machen, denn muss man den Urlaub aufgrund eines Unfalls oder einer Erkrankung früher als geplant abbrechen, kann dies ebenfalls ins Geld gehen.